Erfolg: Großer New Yorker Spielzeughändler streicht Mohair-Teddys von Steiff aus dem Sortiment – PETA fordert deutsche Unternehmen auf, nachzuziehen

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Mohair ist Folter für jeden Faden: Der Spielwaren-Laden FAO Schwarz ist aus dem Film „Kevin allein in New York“ bekannt. Nachdem PETA USA einen Protest gegen den Verkauf von Steiff-Teddys aus Mohair vor dem Laden im Rockefeller Center in New York City angekündigt hatte, reagierte das Unternehmen nun auf den Druck der Tierrechtsorganisation. So werden dort ab sofort keine Teddys der Firma Steiff aus Mohair mehr verkauft. PETA USA hatte den Spielwarenhändler auf die Anfang des Jahres veröffentlichten Recherchen von PETA Asien aufmerksam gemacht, die zeigen, wie schwer Angoraziegen für ihre Haare misshandelt werden. PETA ruft auch deutsche Spielwarenhändler dazu auf, die Steiff-Teddys aus Mohair aus den Regalen zu nehmen.

„Steiff steht wie kaum eine andere Marke für einen liebevollen Umgang mit Plüschtieren. Umso unverständlicher ist es, dass das Unternehmen solche aus Mohair – dem Fell von gequälten Ziegen – verkauft“, so Hanna Bührle, Corporate Engagement Managerin bei PETA Deutschland. „Es ist höchste Zeit für deutsche Spielwarenhändler, Mitgefühl für die Angoraziegen zu zeigen und keine Stofftiere mit Tierhaar mehr anzubieten. Denn Mohair bedeutet immer Misshandlung – egal ob zertifiziert oder nicht.“

Recherche dokumentiert Gewalt gegen Angoraziegen

PETA Asiens zweite Recherche zu Mohair-Zulieferern in Südafrika, von wo weltweit das meiste Mohair stammt, legte zu Beginn dieses Jahres erneut die anhaltende Grausamkeit und den systemischen Missbrauch in den Betrieben offen. Zudem belegt sie, dass sogenannte Tierwohlzertifikate Tierleid nicht verhindern können. Auf den Aufnahmen sind Arbeiter zu sehen, die Ziegen mit Besenstielen und Stangen schlagen, strampelnde Tiere an ihren Hörnern, Schwänzen und Beinen hinter sich herziehen und panisch schreiende Ziegen am Boden fixieren. Die Undercover-Aufnahmen zeigen auch, wie Arbeiter die Tiere so grob scheren, dass sie mit blutenden Wunden zurückbleiben.Ein Enthüllungsbericht von PETA Asien aus dem Jahr 2018 dokumentierte die Misshandlungen der Ziegen erstmals auf Video.

Kälte, Krankheiten und ein früher Tod

Die Schur nimmt den Ziegen ihren natürlichen Witterungsschutz und macht sie anfälliger für Unterkühlung, Mangelernährung und Infektionen. [1] Sobald die Fellqualität oder Fortpflanzungsfähigkeit der Tiere nachlässt, werden sie ein letztes Mal geschoren und größtenteils an Schlachtunternehmen verkauft. Arbeiter scheuchen die Tiere auf Lastwagen und transportieren sie oft stundenlang ohne Nahrung und Wasser, bis sie im Schlachthaus oder auf Hinterhöfen getötet werden. [2, 3]

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] McGregor, B. A. (2000): Avoiding weather induced deaths of goats. Goat Specialist Agriculture Victoria, VIC, Attwood. Online abrufbar unter: https://scholar.google.com/scholar_lookup?title=Avoiding%20weather%20induced%20deaths%20of%20goats&publication_year=2001&author=BA%20McGregor. (16.07.2026).
[2] Craddock, Frank Dr. (2007): Angora Goats: A ‘Shear’ Delight! San Angelo: Texas A&M University. Online abrufbar unter: https://legacy.research.agrilife.org/wp-content/uploads/sites/4/2011/11/AngoraGoatsAShearDelight_1.pdf. (16.07.2026).
[3] Coppedge, Clay (11.06.2012): Sheep & goat markets respond to Texas drought. Online abrufbar unter: http://goatrancherupdate.blogspot.de/2012/06/sheep-goat-markets-respond-to-texas.html. (16.07.2026).

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