Erfolg: PETA-Belohnungsaufruf führte zur Täterin – Hündin in Großheide ausgesetzt und für mehrere Tage bei Frost und Schnee an Baumstamm gebunden

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PETA zahlt 500 Euro an hinweisgebende Person aus 

Anfang Dezember 2023 wurde eine Hündin in einem entlegenen Waldbereich in Großheide-Berumerfehn aufgefunden. Sie war dort offenbar bereits mehrere Tage bei Frost und Schneefall an einem Baumstamm festgebunden. Die Vierbeinerin wurde daraufhin in die Obhut des Tierheims Hage gebracht. PETA setzte am 8. Dezember 500 Euro Belohnung für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person führen. Der Betrag wurde nun an eine Zeugin ausgezahlt, nachdem das Amtsgericht Norden bestätigte, dass durch sie der entscheidende Hinweis zur Täterin gegeben wurde. Die Täterin wurde zu einer Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. PETA lobt das Gericht für das deutliche Urteil.

„Jahr für Jahr warten 350.000 Tiere in deutschen Tierheimen auf ein Zuhause. Bei vielen von ihnen handelt es sich um Tiere, die zuvor ausgesetzt worden sind. Dabei setzen Täter häufig, wie auch im aktuellen Fall, das Leben der Tiere aufs Spiel“, so Annika Lewald, Fachreferentin für Tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir sind überglücklich, dass die Täterin gefasst und verurteilt wurde. Der Hinweisgeberin danken wir ausdrücklich für ihre Mithilfe. Darüber hinaus appellieren wir an alle Menschen, ihre Augen nicht vor Tierquälerei zu verschließen und diese stets bei der Polizei, dem Veterinäramt oder PETA zu melden – auf Wunsch auch anonym.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und anderen Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. Online abrufbar unter: https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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