Tierquäler gesucht: Einem Instagram-Beitrag des Tierheims Lübbecke zufolge wurden mehrere Tauben an einem Feldweg an der Beuthener Straße bei der Kleinen Aue in Espelkamp ausgesetzt. Die Tiere seien flugunfähig. Das Ordnungsamt habe am Mittwochmorgen acht Tauben sichern können, eine weitere hätten Mitarbeitende des Tierheims am Nachmittag eingefangen. Unter den Tauben befinden sich auch Jungtiere. Wie viele insgesamt ausgesetzt wurden, ist bislang unklar. Nach Angaben des Tierheims handelt es sich bei den Tieren um eine sogenannte Qualzucht.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei, beim Tierheim Lübbecke unter 05741-7472 oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.
„Wer flugunfähige Tauben einfach an einem Feldweg zurücklässt, nimmt in Kauf, dass die hilflosen Tiere, die sich nicht selbst versorgen können, leiden oder sterben. Dass darunter sogar Jungtiere sind, macht diesen Fall besonders erschütternd. Wir hoffen, dass alle Tauben rechtzeitig gefunden und versorgt werden können“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Tiere einfach auszusetzen und sich selbst zu überlassen, zeigt eine erschreckende Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Leid. Die verantwortliche Person muss gefunden und bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
