Hagen: 41 Katzen in Kartons und Transportboxen ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte in Hagen 41 Katzen ausgesetzt. Die Vierbeiner wurden am Dienstag auf dem Gelände eines Autohändlers an der Voerder Straße gefunden. Mehrere erwachsene Tiere sowie zahlreiche Katzenkinder befanden sich in neun Kartons sowie Transportboxen. Vermutlich seien sie zwischen 8 und 15 Uhr dort zurückgelassen worden. Nach der Rettung wurden die Vierbeiner zur Untersuchung auf verschiedene Tierarztpraxen verteilt. Sie befänden sich in einem kritischen Zustand und hätten Flohbefall. Zudem seien die Katzen stark unterernährt und geschwächt. Das Tierheim Hagen, das sich nun um die Tiere kümmert, bittet um Hinweise.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.

„Wir wollen aufklären, wer die 41 Katzen, darunter zahlreiche Kinder, einfach wie Abfall in Kartons und Transportboxen ‚entsorgt‘ und damit ihren Tod in Kauf genommen hat. Eine solche Tat kann bei den betroffenen Tieren schwere körperliche und psychische Leiden verursachen“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Die verantwortliche Person hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Versorgung der 41 Katzen stellt das Tierheim vor eine enorme zusätzliche Belastung – wir hoffen, dass sie dennoch schnell ein liebevolles Zuhause finden. Die Tiere einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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