Kater Teddy in Falle gefangen und getötet: Verfahren gegen Deinster Jäger gegen Zahlung von 500 Euro eingestellt

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PETA kritisiert: „Wird Jägerschaft kaum von Katzenmorden abhalten“

Am 4. Dezember 2025 wurde Teddy, der Kater einer Familie aus Deinste, von einem Jäger in einer Lebendfalle gefangen und anschließend erschossen. PETA erstattete am 22. Dezember Strafanzeige gegen den Mann. Die Staatsanwaltschaft Stade teilte nun mit, dass sie das Verfahren mit Zustimmung des Amtsgerichts Stade gegen die Zahlung von 500 Euro an die Halterin von Teddy gemäß §153a StPO eingestellt hat (Az.: NZS 152 Js 45117/26). Die Tierrechtsorganisationkritisiert die Entscheidung und die niedrige Geldauflage und ruft die Landesregierung in Niedersachsen auf, die erst vergangene Woche verabschiedete Jagdgesetznovelle nachzuschärfen. Diese erlaubt Jägern unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin, Katzen zu töten. Am Dienstag forderte PETA zudem die Jagdbehörde des Kreises Stade auf, dem Mann den Jagdschein und die Waffenbesitzkarte zu entziehen.

„500 Euro plus Verfahrenseinstellung dürften kaum einen Jäger davon abhalten, auch in Zukunft geliebte vierbeinige Familienmitglieder zu ermorden. Niedersachsen muss die unsäglichen Katzentötungen endlich verbieten – Bundesländer wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen haben es schon vorgemacht“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

Teddy trug einen GPS-Tracker

Nachdem Teddy in der Nähe des Grundstücks der Familie in die Lebendfalle geraten war, brachte ihn der Jäger mit seinem Auto an einen entfernteren Ort und erschoss ihn. Da Teddy neben einer Marke mit seinem Namen und einer Telefonnummer auch einen GPS-Tracker trug, konnte die Halterin den Weg nachverfolgen und den Jäger schließlich zur Rede stellen, welcher die Tat im Gesprächsverlauf zugab. Nach Aufforderung habe er den Körper des toten Tieres geholt und ihn auf dem Grundstück der Halterin abgelegt. Da dieser laut der Halterin von Wasser durchtränkt und vom GPS-Tracker befreit war, liegt der Verdacht nahe, dass der Jäger Teddy in einem Gewässer verschwinden lassen wollte. Teddy war mit einem Tracker ausgestattet, da bereits im März 2025 sein Bruder Carlo spurlos verschwunden war.

Mehrheit gegen Katzentötungen

Laut Koalitionsvertrag der rot-grünen Landesregierung sollten Jäger keine Katzen mehr töten dürfen. Auch der erste Entwurf des Landesjagdgesetzes sah diese Maßnahme vor, bis der Absatz im Januar 2025 kurz vor einer großen Jägerdemo in Hannover geändert wurde. So bleibt die Tötung von „wildernden“ Katzen weiterhin erlaubt, wenn sie mehr als 350 Meter von der nächsten Siedlung entfernt sind. Eine Anfang 2025 durchgeführte repräsentative INSA-Meinungsumfrage unter 1.000 Bürgerinnen und Bürgern aus Niedersachsen ergab, dass 58 Prozent der Befragten unter anderem ein Verbot von sogenannten Katzenabschüssen befürworten. 14 Prozent lehnten dies ab, für 27 Prozent war es egal oder sie machten keine Angaben. Um die Population heimatloser Katzen tierfreundlich einzudämmen, hat der Landtag bereits im Juni 2023 die Einführung eines Kastrations- und Registrierungsgebots für Freigängerkatzen beschlossen. Die Umsetzung lässt jedoch bis heute auf sich warten. Bundesweit töten Jäger nach Schätzungen von PETA jedes Jahr bis zu 200.000 Katzen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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