Kaltherzige Verhandlungen: Der Koalitionsvertrag, auf den sich die CDU/CSU und die SPD heute geeinigt haben, beinhaltet nur wenige Zeilen zum Tierschutz. Demnach soll die Videoüberwachung in Schlachthöfen „geprüft“, die Kontrollen in Tierkörperbeseitigungsanlagen sollen verstärkt sowie der Handel mit Heimtieren im öffentlichen Raum und anonym online verboten werden. Wölfe sollen dagegen ins Jagdrecht aufgenommen und ihr Schutzstatus gesenkt werden. Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V., kommentiert:
„Der Koalitionsvertrag ist eine Katastrophe für Hunderte Millionen fühlender Lebewesen, die in der Ernährungsindustrie jedes Jahr in Deutschland legal gequält und getötet werden. Wer darauf gehofft hat, dass wenigstens jahrzehntelange Versäumnisse wie Langstreckentransporte, die Anbindehaltung von Rindern, Qualzuchten in der Agrar- und Heimtierindustrie oder Wildtiere im Zirkus adressiert werden, wurde von der Kaltherzigkeit der Union und der SPD eines Besseren belehrt. Auch das Thema Tierversuche bleibt gänzlich unerwähnt. Der Vertrag ist ein Armutszeugnis für die neue Regierung. Wir werden großes Augenmerk darauf legen, der Öffentlichkeit in den kommenden Jahren die Versäumnisse der Politik aufzuzeigen und fordern eine völlige Neufassung des Tierschutzgesetzes.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
