Tierrechtsorganisation PETA fordert humanrelevante Methoden
Zum Weltkrebstag am vierten Februar („United by Unique“) kommentiert Josefin Lawrence, Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA:
„Der Weltkrebstag zeigt, wie weit Anspruch und Praxis in der Krebsforschung auseinanderliegen. In Deutschland erkranken jedes Jahr mehr als 490.000 Menschen neu an Krebs, rund 1,6 Millionen leben mit einer Krebserkrankung, die in den letzten 5 Jahren diagnostiziert wurde. Seit über 50 Jahren ist bekannt, dass Tierversuche in der Krebsforschung kaum relevante Daten liefern. Trotzdem wurden im Jahr 2024 in Deutschland mehr als 80.000 Tiere dafür missbraucht, darunter Hunde, Mäuse, Ratten, Katzen und Schweine. In angewandter Forschung und Grundlagenforschung wird diesen Tieren gezielt Krebs angezüchtet, um neue Medikamente zu entwickeln. Das Ergebnis: Mehr als 96 Prozent dieser Ansätze scheitern. Krebs verläuft individuell, Erkrankte sprechen teilweise vollkommen unterschiedlich auf dieselbe Behandlung an. Tiermodelle können diese Unterschiede nicht abbilden. Moderne, tierversuchsfreie Methoden wie patientenbasierte 3D-Gewebemodelle arbeiten mit menschlichen Zellen. Sie ermöglichen verlässlichere Therapieprognosen. Deshalb braucht Krebsforschung humanrelevante Methoden statt Tiermodelle.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Foto senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
