Lipperswil (Schweiz) / Gerlingen, 29. März 2012 – Nach der geplanten Auswilderung zweier Delfine, die jahrelang in einem Schwimmbecken in der Türkei gehalten wurden, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. Conny-Land zur Saisoneröffnung am kommenden Samstag schriftlich dazu aufgefordert, die drei in dem Schweizer Freizeitpark verbliebenen Delfine ebenfalls für ein Auswilderungsprogramm anzumelden, um sie dann in die Freiheit zu entlassen. Die beiden Delfine Misha und Tom wurden seit 2010 in einer Naturreserve am Mittelmeer schrittweise an die neuen Lebensbedingungen gewöhnt, bevor sie im Frühling auf sich allein gestellt sein werden.
„Wir wissen nun, dass eine Auswilderung von in Gefangenschaft gehaltenen Delfinen funktionieren kann“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. „Angesichts des kürzlich verhängten Importverbotes für Delfine in der Schweiz fordern wir Conny-Land-Geschäftsführer Roby Gasser dazu auf, ‚seine‘ drei Delfine für ein Auswilderungsprogramm anzumelden.“
Der Walexperte Jeff Foster und sein Team arbeiten mit Misha und Tom und brachten ihnen bei, wieder selbst zu jagen. Zwar mussten sich die Delfine erst einmal an die neuen Lebensbedingungen gewöhnen, doch inzwischen haben sie nicht nur wieder an Gewicht zugelegt, sie jagen selbstständig und auch ihr Muskeltonus hat sich verbessert, wie die zuständigen Tierärzte attestieren.
Die beiden Meeressäuger mussten zur Belustigung von Touristen lange Zeit in einem Schwimmbecken im türkischen Hisaronu ausharren. Die unwürdige Haltung löste weltweit ein Sturm der Entrüstung aus und rief auch PETA auf den Plan.
PETA appelliert an die Bevölkerung, keine Delfinarien zu besuchen. Denn Delfine sind nur in den Weiten der Meere zu Hause.
Weitere Informationen:
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