Neue Enthüllung von PETA Asien: Lady Gaga und andere wurden über die Herkunft der Federn für ihre Kleider belogen

Eine neue PETA-Enthüllung zeigt, wie Arbeiter lebenden Straußen gewaltsam die Federn ausreißen und ihnen die Kehle durchtrennen – und wie Mitarbeitende der involvierten Unternehmendamit prahlen, dass diese an Top-Modehäuser und Lady Gaga geliefert würden. Die Sängerin trug während ihrer gesamten „Mayhem Ball“-Tournee sowie auf der Hauptbühne bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Straußenfedern. Dior hatte ihr mitgeteilt, dass das Kleid aus alten Federn gefertigt worden sei, die die Vögel auf natürliche Weise bei der Mauser verloren hätten. Die Zustände auf einer südafrikanischen Großfarm, die zugab, die Federn für das Outfit geliefert zu haben, zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild.

„Arbeiter halten verängstigte Strauße gewaltsam fest und reißen ihnen die Federn aus dem Körper. So machen sie Angst und Schmerz zu Mode“, klärt Lisa Lange, Senior Vice President von PETA USA, auf. „Lady Gaga wurde wie so viele andere über die Herkunft der Federn, die sie trug, getäuscht. PETA appelliert daher an Prominente und Verbraucher gleichermaßen: Stammt ein Produkt von einem Tier, lassen Sie es im Regal liegen. Denn dahinter stehen Schmerz, Tierquälerei und Täuschung.“

Arbeiter auf der Farm packen die Tiere aggressiv und reißen ihnen büschelweise blutige Federn aus. / © PETA Asien

Diese und weitere Bilder können hier heruntergeladen werden.

Nach dem Olympia-Auftritt 2024 hatte ein Vertreter von Lady Gaga in einem Statement gegenüber PETA USA angegeben, man habe ihr und Dior versichert, die Vögel hätten sich gemausert, und die Federn seien lediglich vom Boden aufgesammelt worden.

Auch weitere große Modemarken stehen im Zusammenhang mit der PETA-Enthüllung, darunter Gucci, Hermès, Louis Vuitton, Prada und Chanel. Designs mit Straußenfedern von Chanel trugen in diesem Jahr unter anderem Dua Lipa, Selena Gomez, Nicole Kidman und Teyana Taylor.

Fixiert, gewürgt und gerupft: Strauße leiden für Federn

Die verdeckte Ermittlung von PETA Asien aus Südafrika zeigt, wie Arbeiter die Strauße aggressiv packen und ihnen Hauben über den Kopf ziehen. Anschließend fixieren sie die Tiere in einer Metallvorrichtung und reißen ihnen büschelweise Federn aus Flügeln und Schwanz, während die Vögel um sich treten und sich heftig wehren. Auf frisch ausgerissenen Federn war Blut zu sehen. Zudem dokumentierte die ermittelnde Person, wie Arbeiter zwei Strauße am Hals würgten, bevor sie ihnen Federn ausrissen. In einem Schlachthaus betäubten Arbeiter die Vögel mit Strom, hängten sie kopfüber auf und schnitten ihnen die Kehle durch. Die ermittelnde Person beobachtete nicht, dass zuvor jemand überprüfte, ob die Tiere bewusstlos waren.

Zahlreiche große Marken und Veranstaltungen haben Federn bereits von ihren Shows verbannt, darunter Victoria’s Secret und die Copenhagen Fashion Week. Stella McCartney, die bekannt dafür ist, auf Federn zu verzichten, hat Designer dazu aufgerufen, PETAs „Federfrei“-Verpflichtungserklärung zu unterzeichnen und künftig keine Federn in ihren Kollektionen zu verwenden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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