Ab morgen tagt die Frühjahrs-Agrarministerkonferenz (AMK) in Bad Reichenhall. In diesem Jahr hat Bayern den Vorsitz unter Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber. Warum bei diesem dreitägigen Treffen konsequenter Tier- und Umweltschutz erneut keine Rolle spielen wird, kommentiert Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei PETA:
„Landwirtschaftsministerien, darunter auch das Bundesministerium unter Alois Rainer, festigen immer wieder die Ausbeutung von Tieren und Umwelt, statt sie wirksam zu schützen. Während auf der AMK über Bürokratieabbau, Düngerecht, Vogelgrippe und Milchpreise gesprochen wird, müssen die Tiere in den Ställen tagtäglich unter legalen und illegalen Haltungsbedingungen leiden. Und auch die Natur wird für die Interessen der Agrarlobby rücksichtslos geschädigt – mit dramatischen Konsequenzen für Biodiversität, Ressourcen und unsere Gesundheit. Wie lange soll eine vegane Landwirtschaft noch belächelt werden, obwohl sie längst die einzig zukunftsfähige Antwort auf unsere aktuellen Probleme ist? Die Politik muss endlich konsequent den Kurs ändern, anstatt sich weiter mitverantwortlich für Tierleid und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu machen.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann. Ein Bild von Lisa Kainz senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
