Töten kann nie ein Fest sein: Am Samstag veranstaltet der Caterer „der Hausmetzger“ ein sogenanntes SchlachteEssen in der Desenberghalle Daseburg. Im Sinne des Tierschutzes und einer klimafreundlichen, rein pflanzlichen Ernährung kontaktierte PETA den Verantwortlichen und schlug vor, bei Veranstaltungen dieser Art auf ein neues Konzept zu setzen: Richtet der Caterer für seine Gäste ein veganes Fest unter dem Motto „Tiere achten statt schlachten“ aus, spendiert die Tierrechtsorganisation 500 vegane Würstchen und unterstützt zusätzlich mit veganen Rezeptideen.
„Keine Tradition dieser Welt rechtfertigt es, empfindsame Lebewesen zu töten. Wie groß wäre wohl der Aufschrei, wenn Menschen das Töten von Hunden oder Katzen zelebrieren würden?“, so Julia Weibel, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Auch Rinder, Schweine, Hühner – alle Tiere dieser Welt haben das Recht auf ein Leben in Freiheit und Unversehrtheit. Mit einer pflanzlichen Verpflegung könnten Event-Caterer Mitgefühl für alle Tiere zeigen und gleichzeitig ihre Unterstützung für den Klimaschutz deutlich machen. Wir hoffen, dass dieses Angebot angenommen wird.“
Tiere leiden in allen Haltungsformen
Allein in Deutschland werden für die Ernährungsindustrie jedes Jahr über 750 Millionen Landlebewesen getötet. Vor ihrem gewaltsamen Tod werden die Tiere grausamen Eingriffen unterzogen. Unzählbar viele Wassertiere wie Fische oder Krebstiere werden überwiegend ohne Betäubung auf qualvolle Weise gefangen und umgebracht, um sie etwa als Grillbeilage für eine kurze Mahlzeit zu verkaufen. Unternehmen der Tierwirtschaft betrachten Tiere standardmäßig als Ware und bewerten sie ausschließlich nach ihrem Nutzen für den Menschen. Daraus ergibt sich, dass Tiere in diesen Industrien immer ausgebeutet werden und Leid erfahren, egal bei welcher Haltungsform.
Wie landwirtschaftliche Tierhaltung die Umwelt zerstört
Die landwirtschaftliche Tierhaltung gehört zu den Hauptverursachern der größten Umweltprobleme unserer Zeit und ist in hohem Maße für die Emission klimaschädlicher Gase verantwortlich. Insgesamt sind bis zu 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase der Tierwirtschaft zuzuschreiben – mehr als dem gesamten Verkehrssektor. [1] Ebenso stehen die Entwaldung im Amazonasgebiet, die Gewässerverschmutzung an vielen Orten Deutschlands sowie die Feinstaubbelastung in engem Zusammenhang mit der Tierwirtschaft. Tierische Produkte wie Fleisch und Wurst haben eine höhere CO2-Bilanz als pflanzliche Lebensmittel. Die Produktion von 100 Gramm Eiweiß von Rindfleisch aus Weidehaltung verursacht 36-mal mehr CO2-Äquivalente als die Produktion von 100 Gramm Eiweiß aus Erbsen. [2] Eine Oxford-Studie von 2018 kam zu der Schlussfolgerung, dass der Wandel hin zu einer veganen Ernährung die effektivste Möglichkeit ist, die Auswirkungen auf das Klima zu bekämpfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
