Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht wurden am Mittwochmorgen, dem 15. April, 20 Meerschweinchen an einer Bushaltestelle im Söchtenauer Ortsteil Reischach entdeckt. Die Tiere befanden sich in zwei mit Stroh ausgelegten Kisten ohne Wasser und Nahrung. Nach Angaben des Berichts geht die Polizei nach bisherigen Ermittlungen davon aus, dass eine unbekannte Person die Kisten kurz vor dem Fund an der Bushaltestelle abgestellt und die Meerschweinchen dort zurückgelassen hat. Sie werden nun in einem Tierheim versorgt. Die Polizei Rosenheim ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und nimmt unter der Telefonnummer 08031/200-2200 Hinweise entgegen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen, aufzuklären, wer die Meerschweinchen einfach an der Bushaltestelle abgestellt und sich selbst überlassen hat“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der ehemalige Halter hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Tiere auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
