Unter dem Motto „Aussterben lohnt nicht: Go vegan!“ macht PETA am Montag in Eisenach auf die Folgen der landwirtschaftlichen Tierhaltung für Klima und Umwelt aufmerksam. Aktive in Dino-Kostümen weisen darauf hin, dass die Herstellung von Fleisch, Eiern und Milch erheblich zur Klimakatastrophe und zur Zerstörung natürlicher Lebensräume beiträgt. Mit der humorvollen Aktion appelliert PETA an alle Menschen, den Ausstieg aus der Tierwirtschaft mit einer veganen Lebensweise voranzutreiben.
Details zur Aktion:
Datum: Montag, 5. Oktober 2026
Uhrzeit: 15:15 bis 15:45 Uhr
Ort: Karlstraße, Ecke Markt/ Marktgasse, 99817 Eisenach
Kontakt vor Ort: Kathleen Cox (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
„Die Dinosaurier sind längst ausgestorben, doch wir Menschen könnten ihnen bald folgen. Wer trotz Klimakatastrophe weiter Fleisch, Eier und Milch konsumiert, befeuert die Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlagen“, so Kathleen Cox, Mitarbeiterin im Aktionsteam von PETA. „Jede vegane Mahlzeit treibt den dringend notwendigen Ausstieg aus der Tierwirtschaft voran und ist eine Entscheidung für Tiere, Umwelt und unsere gemeinsame Zukunft. Noch haben wir die Wahl, bevor wir selbst Geschichte werden – denn Aussterben lohnt sich nicht.“
Klimawandel und Umweltzerstörung durch tierische Produkte
Im Februar 2021 wurde eine Studie veröffentlicht, an der die UN-Organisation UNEP beteiligt war. Sie bestätigt, dass Fleischkonsum der größte Naturzerstörer ist. [1] Eine weitere Studie aus dem Jahr 2021 schreibt der Tierwirtschaft bis zu 20 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase zu – das ist mehr, als der gesamte Verkehrssektor verursacht. [2] Tierische Produkte verschwenden zudem Ressourcen. Weltweit werden 83 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche als Weideland für die Tierhaltung und für den Anbau von Nahrungsmitteln für die Tierwirtschaft genutzt. Daraus werden insgesamt nur 18 Prozent der Kalorien und 37 Prozent der Proteine erzeugt. [3]
Veganer Ökolandbau als Lösung für nachhaltigen Klimaschutz
Wird der vegane Ökolandbau stärker gefördert, können die nahrungsmittelbedingten Emissionen zeitnah nachhaltig und effizient gesenkt werden. Pflanzliche Lebensmittel sparen im Vergleich zu tierischen Produkten zahlreiche Ressourcen. Sie haben eine bessere Klimabilanz und können weitaus umweltschonender produziert werden. Den größten Beitrag zum Klimaschutz können Verbraucherinnen und Verbraucher daher leisten, indem sie sich vegan ernähren.
PETAs Ausstiegsplan: Möglichkeiten
PETA hat den Strategieplan „Ausstieg aus der Tierwirtschaft“ mit Martin Müller, Gründer der Initiative „landwirtschaft.jetzt“, ausgearbeitet. Der Plan fasst die ökologischen, ökonomischen und sozialethischen Probleme der heutigen Landwirtschaft zusammen. Zudem werden Möglichkeiten für den Ausbau des veganen Ökolandbaus vorgestellt, der ohne Tierhaltung oder Nutzung von tierischen und chemischen Düngemitteln sowie Pestiziden und Monokulturen auskommt. Dazuhin präsentiert der Plan eine alternative Nahrungsmittelproduktion und unterbreitet eine Strategie für den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung. Für einige Maßnahmen müssen Gelder in die Hand genommen werden, bei anderen werden massiv Kosten eingespart. Wiederum andere wirken allein durch veränderte Regelungen und Rahmenbedingungen.
Der Ausstiegsplan kann hier heruntergeladen werden.
Die Folgen unserer Ernährung werden in diesem Clip eindrücklich dargestellt: www.youtube.com/watch?v=UOVB7usBZQs

Das Bild kann hier heruntergeladen werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
