Termineinladung: „Menschenfleisch“ auf dem Teller – PETA klärt mit provokanter Aktion in Rüdesheim über Tierleid in der Ernährungsindustrie auf

Aktivistin auf einem großen Teller

„Niemand will gegessen werden“: Mit einer aufsehenerregenden Aktion macht PETA am kommenden Dienstag auf der Marktstraße in Rüdesheim auf das Leid von Tieren in der Ernährungsindustrie aufmerksam. Ein PETA-Unterstützender in Unterwäsche liegt auf einem überdimensionalen Teller und zeigt, wie zu einer Mahlzeit angerichtetes Menschenfleisch aussehen könnte. Die provokante Aktion soll verdeutlichen, dass Tiere genauso wie Menschen Schmerzen empfinden und ein Recht auf Leben haben.

Details zu der Aktion:

Datum: Dienstag, 15. September 2026
Uhrzeit: 14:15 bis 14:45 Uhr,
Ort: Marktstraße 11, 65385 Rüdesheim am Rhein
Kontakt vor Ort: Kathleen Cox (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)

„Ob Schwein, Rind, Huhn oder Mensch: Niemand möchte auf einem Teller landen. Mit unserer Aktion drehen wir die Perspektive um und machen sichtbar, was meist ausgeblendet wird – jedes Stück Fleisch war ein fühlendes Lebewesen, das leben wollte“, so Kathleen Cox, Mitarbeiterin im Aktionsteam von PETA. „Wir appellieren an alle Menschen, Tiere von ihrem Speiseplan zu streichen.“

In Deutschland wird ein Großteil der Tiere auf engstem Raum, überwiegend ohne nennenswertes Tageslicht, gehalten. Nach einem Leben voller Ausbeutung werden sie im Schlachthaus getötet, wenn sie die Mastzeit überhaupt überleben. Die Kastration und die Enthornung bei Kälbern finden größtenteils ohne Betäubung statt, Hühnern brechen aufgrund des angezüchteten zu schnellen Wachstums oftmals die Knochen. Die Tiere haben stressvolle Transporte hinter sich, bevor sie qualvoll im Schlachthaus sterben – denn keine Betäubungsmethode ist für sie schmerz- und stressfrei. Aufgrund von Fehlbetäubungen werden Rinder, Schweine und Hühner häufig bei vollem Bewusstsein getötet. Laut Angaben der Bundesregierung sind je nach Betäubungsart 3,3 bis 12,5 Prozent der Schweine und vier bis über neun Prozent der Rinder nicht ausreichend betäubt, wenn Metzger sie an einem Bein aufhängen und ihnen kopfüber die Kehle durchtrennen. In absoluten Zahlen sind dies jährlich bis zu 300.000 Rinder und weit über 5 Millionen Schweine – die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich weitaus höher. Für Hühner und Puten wurde noch keine Fehlbetäubungsrate ermittelt. Dies könnte unter anderem damit zusammenhängen, dass diese Lebewesen im Schlachthof nur in Tonnen und nicht als Individuen angegeben werden.

PETA präsentiert Ausstiegsplan aus der Tierwirtschaft

Die tierhaltende Landwirtschaft tötet jedes Jahr allein in Deutschland rund 750 Millionen fühlende Lebewesen und gehört zu den ressourcenintensivsten und umweltschädlichsten Wirtschaftszweigen unserer Zeit. [1] Es braucht dringend eine Agrarwende hin zur tierfreien Landwirtschaft, um das Leben künftiger Generationen zu sichern. PETA hat aus diesem Grund Ende Mai einen Strategieplan für den Ausstieg  aus der Tierwirtschaft veröffentlicht und fordert die Politik damit zum Handeln auf. Die Tierrechtsorganisation zeigt anhand konkreter Schritte, wie der Umstieg auf veganen Ökolandbau gelingen kann – um die Zukunft von Tieren und Menschen zu sichern sowie Klimaextremen zu begegnen. Zudem präsentiert der Plan eine Strategie für den Ausstieg aus der landwirtschaftlichen Tierhaltung.

Aktivistin auf einem großen Teller

Das Bild kann hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Shepon et al. (2018): The opportunity cost of animal based diets exceeds all food losses. Online abrufbar unter: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1713820115. (03.09.2026).

Kontakt

Kontakt
Kopieren