Vom 13. bis zum 17. Mai findet im Derby-Park in Hamburg-Klein-Flottbek das Deutsche Spring- und Dressurderby statt. Mehrere hundert Pferde aus rund 30 Nationen werden dabei teils mit der Peitsche zu Höchstleistungen gezwungen. Bei Veranstaltungen dieser Art kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen und vereinzelt zu tödlichen Stürzen von Pferden. Auch Schläge sind keine Seltenheit. Dagegen protestiert PETA am Sonntag von 11:00 bis 12:30 Uhr vor dem Haupteingang des Derby-Parks. Unter einer Plastikplane liegt ein „toter Pferdekörper“. Eine Pferdemaske mit blutverschmiertem Mund ragt hervor. Die Szene ist mit schwarz-gelben Warnband abgesperrt und einem Tatort nachempfunden. Aktive zeigen Schilder mit Aufschriften wie „Pferde sind keine Sportgeräte“ und informieren über die tödlichen Folgen des Pferdesports.
Details zur Aktion:
Datum: Sonntag, 17. Mai 2026
Uhrzeit: 11:00 bis 12:30 Uhr
Ort: Jürgensallee 72-98, Haupteingang Derby-Park, Hamburg Klein-Flottbek
Demoaufbau: Tatortszene: unter einer Plastikplane befindet sich ein „toter Pferdekörper“. Aktive informieren zum Pferdesport.
Kontakt vor Ort: Sabine Poppe (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Immer wieder werden Pferde bei Turnierveranstaltungen schwer verletzt oder zu Tode geritten. Heftige Gertenschläge sind für viele Tiere ebenfalls traurige Realität. Für die Pferde sind diese erzwungenen Wettkämpfe qualvoll und lebensgefährlich“, so PETA-Streetteam-Leitung Sabine Poppe. „Ihr Leid wird für Prestige und Profit bewusst in Kauf genommen. Es ist höchste Zeit, die skrupellose Branche in die Schranken zu weisen.“
Turniere endeten bereits tödlich
Bei den Landesmeisterschaften im Springreiten in Bad Liebenstein starb im Juli 2024 das Pferd Balou Boy nach einem Sturz. Als Grund wurde ein Aortenabriss angegeben. Bei einem Springturnier in Bergisch Gladbach kam 2019 der 13-jährige Hengst Balougraf ESC durch einen Aortenriss noch auf dem Turnierplatz ums Leben. Zudem werden Pferde immer wieder misshandelt. Erst im März erstattete PETA Strafanzeige gegen Springreiterin Alessandra Reich, nachdem Videos zeigten, wie sie ihr Pferd mehrfach auf Turnieren schlug.
Pferde als Sportgeräte missbraucht
Im sogenannten Pferdesport sind die Tiere ihr Leben lang der physischen und psychischen Gewalt durch den Menschen ausgeliefert. Ganz gleich, ob Dressur, Springreiten, Vielseitigkeit, Pferderennen oder Disziplinen aus dem Westernreiten: Die Branche missachtet die natürlichen Bedürfnisse der Tiere und zwingt sie mit „Hilfsmitteln“ wie scharfen Gebissen, Ausbindern, Sporen und Gerte zu Höchstleistungen. Im Vordergrund stehen in der Regel Prestige, Preisgelder und die Interessen der Reitenden und Verbände. Bewegungsmangel und falsche Haltung ziehen mitunter Verhaltensstörungen und Schäden an Muskeln, Sehnen und Skelett nach sich. Pferde benötigen neben ausreichend Auslauf – vorzugsweise in einer Aktiv- oder Offenstallhaltung – auch gute Nahrung und stets frisches Wasser, Pflege und medizinische Versorgung. Andernfalls leiden die Tiere und können langfristige körperliche und seelische Schäden davontragen. Ein Pferd kann in möglichst artgerechter Haltung 35 Lebensjahre und mehr erreichen.

Dieses und ein weiteres Motiv stehen Ihnen für die redaktionelle Berichterstattung hier zur Verfügung. Es gelten die allgemeinen Nutzungsbedingungen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
