Mehreren Medienberichten zufolge wurde heute eine Mitarbeiterin des Tierpark Nadermann in Delbrück bei Reinigungsarbeiten im Gehege von einem Tiger attackiert und schwer verletzt. PETA wünscht der Verletzten eine schnelle Genesung. Angriffe sowie Ausbrüche sind in zoologischen Einrichtungen keine Seltenheit. Auch in Delbrück gab es bereits 2023 einen Ausbruch zweier Geparde. [1] Zum Schutz des Zoopersonals und der Tiere fordert die Organisation, die Haltung von Großkatzen und anderen Wildtieren in zoologischen Einrichtungen zu beenden. Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:
„Der aktuelle Fall im Tierpark Nadermann ist kein Einzelfall, sondern die logische Konsequenz eines Systems, das noch immer Wildtiere unter schlimmsten Bedingungen zu Unterhaltungszwecken einsperrt. Immer wieder kommt es in zoologischen Einrichtungen im deutschsprachigen Raum zu Ausbrüchen und anderen Vorfällen mit Großkatzen und anderen Wildtieren, die teils tödlich enden. So wurde beispielsweise 2020 eine Mitarbeiterin im Zoo Zürich von einem Tiger getötet. 2021 wurde eine Wärterin im Zoo Osnabrück von einem Löwen schwer verletzt. Auch im Tierpark Nadermann gab es bereits einen Zwischenfall: Ende Oktober 2023 brachen zwei Geparde beim Transportkistentraining durch eine geöffnete Tür aus ihrem Gehege aus. Eines der Tiere tötete im benachbarten Gehege ein Meerschweinchen, bevor die beiden Geparde wieder eingefangen wurden. Auch wegen der Haltungsbedingungen stand der Tierpark Nadermann bereits mehrfach in der Kritik: PETA erreichten über die Jahre immer wieder Whistleblower-Meldungen zu dem privat geführten Tierpark in Delbrück – vor allem bezüglich der Großkatzenhaltungen. Im November 2023 hat die Organisation die artwidrigen Haltungsbedingungen vor Ort selbst dokumentiert. Dabei zeigten unter anderem die beiden Tiger starke Verhaltensstörungen in ihrem winzigen Gefängnis, wirkten sichtlich gestresst durch den Lärm und Trubel im Tierpark und sprangen sogar gegen die Gitter. Im vergangenen Jahr hatte PETA bei der Staatsanwaltschaft Paderborn Strafanzeige gegen die verantwortliche Tierparkleitung erstattet. Die Ermittlungen wurden jedoch eingestellt. Dieses Tierleid kann nur beendet und auch weitere Angriffe, Unfälle und Ausbrüche verhindert werden, wenn Großkatzen nicht mehr eingesperrt und zur Schau gestellt werden.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
