Tierquälerei im Zittauer Tierpark: Unbekannte verletzen Pony, Tier tot – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise auf Pferderipper

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Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte Ende September im Tierpark Zittau ein Shetland-Pony schwer verletzt. Am Morgen des 21. Septembers fanden Mitarbeiter des Parks das misshandelte Tier in seinem Stall. Zunächst bestand der Verdacht auf ein gesundheitliches Problem. Ein hinzugezogener Tierarzt stellte jedoch massive innere Verletzungen fest, die sich das Pferd nicht selbst zugefügt haben kann. Aufgrund des kritischen Zustands wurde das Pony noch vor Ort getötet. Einbruchsspuren konnten auf dem Gelände nicht festgestellt werden. Es wird vermutet, dass sich die Täter über einen Zaun Zutritt zu dem Stall verschafft haben. Die Polizei ermittelt aufgrund des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wer auch immer das Pony so schwer verletzt hat, dass es nur noch getötet werden konnte, muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor noch weitere Tiere oder Menschen verletzt werden“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Die Haltung von Tieren in Zoos ist grundsätzlich kritisch zu betrachten. Bei Gefahr können sie nicht fliehen und sind ihren Angreifern schutzlos ausgeliefert. Zudem leiden sie dort unter viel zu kleinen Gehegen und artwidrigen Haltungsbedingungen. Daher fordern wir, die Zucht und Haltung von Tieren in Zoo-Gefangenschaft zu beenden.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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