PETA bietet 1000 Euro Belohnung für Hinweise
Hinweis: Das Bildmaterial enthält die Darstellung eines toten Tieres
PETA wurde vom Tierschutzverein Caesar’s Animal Club e. V. über den Fund eines toten Hundes in einem Waldgebiet in Merzig informiert. Das Tier soll am 4. September gegen 17:30 Uhr am Rande eines Spazierwegs hinter der Tankstelle Weißen-Fels in einer roten Tasche entdeckt worden sein. Der Hund sei nicht gechippt und soll ein schwarzes Geschirr sowie einen Verband am rechten Vorderbein getragen haben. Hinweise auf die Identität des Halters oder der Halterin seien in der Tasche nicht gefunden worden. Nach Angaben der meldenden Personen wurde die Polizeiinspektion Merzig informiert und war vor Ort.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizeiinspektion Merzig oder bei der Tierrechtsorganisation – unter 0711-8605910 oder per E-Mail zu melden, auch anonym.
„Es ist grausam, dass hier ein Hund tot in einer Sporttasche wie Müll im Wald entsorgt wurde. Nun muss dringend geklärt werden, unter welchen Umständen das Tier starb und ob es möglicherweise noch lebte, als es in der Tasche zurückgelassen wurde“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wir appellieren an alle, die in dem Waldstück etwas Verdächtiges beobachtet haben oder Angaben zu dem Hund machen können, sich bei der Polizei zu melden. Jeder noch so kleine Hinweis kann entscheidend dazu beitragen, diesen Fall aufzuklären und die verantwortliche Person zur Rechenschaft zu ziehen.“


In einem Waldstück in Merzig wurde vergangenen Freitag ein toter Hund in einer roten Taschen gefunden. / © PETA Deutschland
Die Fotos können hier heruntergeladen und für Berichterstattung verwendet werden.
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
