Totes Katzenkind in Mülltonne auf Pendlerparkplatz bei Neusäß entdeckt, weitere Katze lebend aufgefunden – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Zeugen gesucht: Laut einer Polizeimeldung entdeckte ein Jogger am Dienstagabend, dem 18. August, zwei junge Katzen auf einem Pendlerparkplatz zwischen Steppach und Deuringen. Eines der Tiere war unverletzt und gesund. Wegen des starken Verwesungsgeruchs öffnete der Zeuge eine Mülltonne in der Nähe. Darin lag ein totes Katzenkind. Die Polizei Gersthofen ermittelt wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zeugen, die am 18. August zwischen 6:00 und 21:45 Uhr etwas Verdächtiges am Parkplatz beobachtet haben, können sich unter der Telefonnummer 0821/323-1810 bei der Polizei melden.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.

„Der Fund des toten Katzenkindes in einer Mülltonne macht fassungslos. Wir möchten helfen aufzuklären, wie das Tier in die Mülltonne gelangte und unter welchen Umständen die andere junge Katze auf dem Parkplatz zurückblieb“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wir hoffen auf Hinweise, um den Fall schnell aufzuklären und Verantwortliche zu ermitteln. Solche Taten dürfen nicht folgenlos bleiben.“

Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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