Hinweise gesucht: Einer Whistleblower-Meldung an PETA zufolge wurde am Freitag, dem 3. Juli, eine Henne im Wald im Ortsteil Gottsbüren gefunden. Das Tier hatte laut den Angaben ein gebrochenes Bein sowie schwere Hämatome und wird aktuell in einer Tierarztpraxis behandelt. Nach Einschätzung des Tierarztes sollen die Verletzungen durch Gewalteinwirkung eines Menschen entstanden sein. Es wurde Anzeige bei der Polizei erstattet.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail – auch anonym.
„Die Henne muss unter erheblichen Schmerzen gelitten und große Angst gehabt haben. Umso erleichterter sind wir, dass sie gefunden wurde und die dringend benötigte tierärztliche Behandlung erhalten kann“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin für Whistleblower-Meldungen bei PETA. „Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.“


Die Fotos können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung genutzt werden.
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
