Uetersen: Schwer verletzte Taube mit Pfeil im Hals gefunden – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge wurde am Sonntag, dem 5. Juli, eine schwer verletzte Taube auf der Parkpalette An der Klosterkoppel in Uetersen eingefangen. Das Tier hatte einen Armbrustpfeil im Hals. Dabei soll es sich um einen Holzstab handeln, der zu einem Pfeil umgebaut wurde. Die Finderin berichtet, die Taube bereits vor drei Wochen gesehen zu haben. Da der Vogel so verängstigt war, konnte er vorher nicht eingefangen werden. Eine Tierärztin konnte den Pfeil bei einer Operation entfernen. Es besteht Hoffnung, dass die Taube trotz der schweren Verletzungen überlebt.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Personen führen. Wer etwas beobachtet hat oder sonstige Hinweise geben kann, wird gebeten, sich telefonisch bei der Polizei oder unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wer einem wehrlosen Tier einen Pfeil in den Hals schießt, schreckt möglicherweise auch vor weiterer Gewalt nicht zurück. Der Täter muss schnellstmöglich gefunden werden, bevor weitere Tiere oder auch Menschen zu Schaden kommen“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wir fordern harte Strafen für Tierquäler – solche Taten dürfen nicht folgenlos bleiben, und Strafen müssen abschreckend wirken.”

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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