Unternehmerinnen präsentieren vollautomatisierte Fischzuchtanlage – PETA kritisiert: „Fische sind keine Rohstoffe, die man erntet“

Dr. Tanja Breining vor weißem Hintergrund mit schwarzem PETA-Schriftzug.

Im Gewerbepark Wildenau haben die Unternehmerinnen Teresa Millinger und Grace Sheehan laut Medienbericht die erste Pilotanlage ihres Projekts „Ecocircling“ vorgestellt. Solche Aquaponikanlagen beziehungsweise „modulare Cubes“ verbinden Fischzucht mit Pflanzenproduktion und werden als System für eine „nachhaltige Eigenproduktion“ vermarktet. [1] In der Pilotanlage sollen jährlich etwa 6.000 Welse gezüchtet werden können. Die Anlagen sollen in Hotels, Restaurants, Gemeinden oder landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kommen. PETA kritisiert, dass die Fische in einer hoch technisierten, vollautomatisierten, kahlen und sehr engen Produktionsanlage eingesperrt und als Fleisch- und Nährstofflieferanten für die Pflanzenproduktion ausgebeutet werden. Meeresbiologin Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Wassertiere bei PETA, kommentiert:   

„Die Vorstellung vollautomatisierter Fischzuchtanlagen ist dystopisch. Beworben werden sie mit ‚Plug & Play – anschließen, starten, ernten‘. Fische sind jedoch keine Rohstoffe, die man erntet, sondern empfindsame Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und Interessen. Es ist verstörend, dass ihr Leben in diesen Anlagen wie ein automatisierter Produktionsprozess organisiert wird und man sie wie gefühlloses Gemüse behandelt. Automatisierte Tierausbeutung ist Rückschritt, kein Fortschritt – wer es mit Nachhaltigkeit ernst meint, muss den Tierschutz mit einbeziehen und den Ausbau pflanzlicher Alternativen fördern.“

Dr. Tanja Breining vor weißem Hintergrund mit schwarzem PETA-Schriftzug.

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Foto von Dr. Tanja Breining senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Ecocircling (2025) : Warum nachhaltige Eigenproduktion die Zukunft ist. Online abrufbar unter: https://www.ecocircling.at/. (09.07.2026).

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