Veterinäramt Kreis Harz unter den tierfreundlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2019

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Veterinäramt befreit Hunde, die in Privathaushalt unter schlimmen Bedingungen gehalten wurden

Kreis Harz / Stuttgart, 15. Januar 2020 – Top oder Flop? PETA hat die besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2019 gekürt. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden.

Ein Whistleblower meldete PETA im Mai 2019, dass drei Hunde in einem Privathaushalt in Sachsen-Anhalt unter schlimmen, tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten wurden. Fotos zeigten zwei Tiere, die an einer wenigen Zentimeter langen Kette in einer kleinen Plastikwanne voller Fäkalien angebunden waren. Zudem wurden sie immer wieder dazu gezwungen, Maulkörbe zu tragen. Der dritte Hund musste sein Dasein dauerhaft in einer kleinen Box fristen. Die Tiere bekamen sehr wenig zu trinken, da die Hundehalterin verhindern wollte, dass sie urinieren müssen. Nach einer Meldung an das Veterinäramt des Landkreises Harz wurden die Hunde vorübergehend wegen Haltungsmängeln beschlagnahmt und ein Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen die Halterin wurde eingeleitet. Das beherzte Eingreifen des Veterinäramtes beschert der Behörde einen Platz unter den TOP 5 der besten Veterinärämter 2019.

„Es ist traurig, dass die Hunde unter diesen Bedingungen leiden mussten. Umso mehr freut es uns, dass das Veterinäramt Kreis Harz so schnell und konsequent im Sinne der Tiere gehandelt hat“, so Jennifer Kuret, Koordinatorin für Missstandsmeldungen bei PETA. „Das Amt ist ein Vorbild für alle anderen Behörden.“

Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei und kontrolliert, ob und wie die Behörden daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während in vielen Fällen in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Behörden, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht umsetzen.

Seit 2012 kürt die Tierrechtsorganisation jährlich die aus Tierschutzsicht positiv oder negativ aufgefallenen Veterinärämter. Im Ranking wird stets die gesamte Behörde genannt, auch wenn oftmals einzelne Amtstierärzte positiv oder negativ hervorstachen.

Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde ihrer Stadt oder ihres Landkreises wenden. Beobachtungen sollten detailliert und sachlich zusammengefasst werden. Besonders hilfreich ist Bild- und Videomaterial. Empfehlung von PETA: Nach der Meldung beim Veterinäramt unbedingt so lange nachhaken, bis der Missstand beseitigt ist. Das kann ermüdend sein, ist aber oft die einzige Chance für das jeweilige Tier. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Zeugen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter PETA.de/Whistleblower.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

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Der Hund wurde glücklicherweise aus diesen Bedingungen gerettet. / © PETA
 
Das Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Veterinaeraemter-2019
PETA.de/Veterinaeraemter-2018
PETA.de/Whistleblower

Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]

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