Veterinäramt Teltow-Fläming unter den tierfeindlichsten Veterinärbehörden Deutschlands – PETA kürt Tops und Flops 2019

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Veterinäramt genehmigt Langstreckentiertransporte trotz absehbarer Nicht-Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen der Tierschutztransportverordnung

Teltow-Fläming / Stuttgart, 15. Januar 2020 – Top oder Flop? PETA hat die besten und schlechtesten deutschen Veterinärbehörden 2019 gekürt. Berücksichtigt wurden Ämter, die bei ihrer Arbeit besonders positiv oder negativ aufgefallen waren, nachdem sie von der Tierrechtsorganisation über einen Missstand informiert wurden.

Trotz großer Hitze genehmigte das Veterinäramt Teltow-Fläming im August 2019 Langstreckentiertransporte ins EU-Ausland. PETA erstattete Anzeige (u.a. wegen Verletzung der Garantenpflicht nach Strafgesetzbuch und wegen Beihilfe zur Tierquälerei) gegen diese und andere Behörden, die Transporte dieser Art genehmigt haben. Bei Tiertransporten gelten zwar die EU-Vorschriften bis ins Zielland, welche nachweislich jedoch oft nicht eingehalten werden. An den EU-Außengrenzen sind die Tiere wegen der langen Wartezeiten häufig Extremtemperaturen ausgesetzt. Zudem verletzen sich viele von ihnen, trampeln sich gegenseitig tot oder verdursten. Nach der Ankunft werden sie oftmals misshandelt und ohne Betäubung getötet. Somit ist das Veterinäramt Teltow-Fläming dieses Jahr unter den Flop 5 zu finden.

„Es ist ein Skandal, dass das Veterinäramt Teltow-Fläming und auch viele weitere Behörden fühlende Lebewesen extremen Qualen ausgesetzt haben. Langstreckentiertransporte sind immer grausam, aber die Sommerhitze setzt dem noch eine Krone auf“, so Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA.  

Veterinärämter sind für die Überwachung und den Vollzug des Tierschutzgesetzes in Deutschland zuständig. PETA meldet den Behörden jeden Monat zahlreiche Fälle von Tierquälerei und kontrolliert, ob und wie die Behörden daraufhin im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig werden. Während in vielen Fällen in Zusammenarbeit mit Amtstierärzten sehr gute Erfolge für die Tiere erzielt werden, gibt es noch immer zu viele Behörden, die das Tierschutzgesetz und die entsprechenden Verordnungen und Richtlinien nicht umsetzen.

Seit 2012 kürt die Tierrechtsorganisation jährlich die aus Tierschutzsicht positiv oder negativ aufgefallenen Veterinärämter. Im Ranking wird stets die gesamte Behörde genannt, auch wenn oftmals einzelne Amtstierärzte positiv oder negativ hervorstachen.

Zeugen von Tierquälerei sollten sich an die zuständige Veterinärbehörde ihrer Stadt oder ihres Landkreises wenden. Beobachtungen sollten detailliert und sachlich zusammengefasst werden. Besonders hilfreich ist Bild- und Videomaterial. Empfehlung von PETA: Nach der Meldung beim Veterinäramt unbedingt so lange nachhaken, bis der Missstand beseitigt ist. Das kann ermüdend sein, ist aber oft die einzige Chance für das jeweilige Tier. Eine Übersicht mit ausführlichen Tipps, wie Zeugen gegen Tierquälerei vorgehen können, gibt es unter PETA.de/Whistleblower.
 
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.
 
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Langstreckentiertransporte bedeuten immer großes Leid für fühlende Individuen – besonders in der Sommerhitze. / © PETA
 

Das Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Veterinaeraemter-2019
PETA.de/Veterinaeraemter-2018
PETA.de/Whistleblower

Pressekontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]

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