Vier Hunde an Bundesstraße bei Helmstedt ausgesetzt, ein Tier angefahren und verstorben – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte vier Hunde an der Bundesstraße 244 bei Helmstedt ausgesetzt. Eine Spaziergängerin entdeckte am Sonntagmorgen drei Hunde am Grünstreifen nahe einer Gärtnerei und verständigte die Polizei. Die Tiere wirkten verängstigt und waren in einem verwahrlosten Zustand. Kurz zuvor, gegen 4.30 Uhr, wurde ein weiterer Hund auf der B244 von einem Auto angefahren. Bei dem Unfall erlitt er so schwere Verletzungen, dass er trotz der Hilfe eines tierärztlichen Notdienstes starb. Die überlebenden Tiere – ein Rüde und zwei Hündinnen – sind nicht gechipt und werden im Tierheim versorgt. Den Berichtangaben zufolge wurde das Veterinäramt informiert. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer (05351) 5210 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation unter 0711-8605910 oder per E-Mail zu melden – auch anonym.

„Wir möchten helfen aufzuklären, wer die Hunde so herzlos ausgesetzt und damit ihren Tod in Kauf genommen hat – und das in der Nähe einer Bundesstraße“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der ehemalige Halter oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und ein Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Tiere einfach zurückzulassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, um ihr ehemaliges Zuhause zu ermitteln.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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