Bedeutender Erfolg für den Tierschutz: Der spanische Multikonzern Nueva Pescanova hat seine Pläne für die weltweit erste kommerzielle Oktopusfarm auf Gran Canaria endgültig aufgegeben. Medienberichten zufolge zog das Unternehmen seinen Antrag auf eine Hafenkonzession in Las Palmas zurück und beendete damit das Projekt. Hunderttausenden Oktopussen bleiben damit Gefangenschaft, massives Leid und die Tötung für den menschlichen Verzehr erspart. Dem Erfolg ging eine Welle des Widerstands von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, PETA-Organisationen, anderen Tierschutzgruppen und Menschen aus der ganzen Welt voraus. PETA fordert Politikerinnen und Politiker weltweit auf, die kommerzielle Zucht von Oktopussen nicht zuzulassen und die Meerestiere vor Ausbeutung und Leid zu schützen.
„Dieser Erfolg zeigt eindrucksvoll, was entschlossener öffentlicher Protest bewirken kann“, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin und Fachreferentin für Wassertiere bei PETA. „Oktopusse sind hochintelligente, neugierige und empfindsame Lebewesen – keine Ware. Dass dieses grausame Vorhaben nun gestoppt wurde, sendet ein wichtiges Signal: Tiere gehören nicht in Zuchtanlagen, sondern in ihren natürlichen Lebensraum.“
Allein Unterstützerinnen und Unterstützer der PETA-Organisationen verschickten mehr als 200.000 Protest-E-Mails an die Verantwortlichen auf Gran Canaria – davon rund 45.000 aus Deutschland. PETA Deutschland wandte sich außerdem an EU-Politikerinnen und -Politiker, organisierte Protestaktionen vor mehreren spanischen Konsulaten in Deutschland, richtete Briefe und Petitionen an das Landwirtschafts- und Fischereiministerium auf Gran Canaria und engagierte sich in einem internationalen Zusammenschluss von mehr als 30 Organisationen. Darüber hinaus stand PETA im Austausch mit lokalen Aktivistinnen und Aktivisten vor Ort.
Wäre das Projekt umgesetzt worden, hätte Nueva Pescanova intelligente und empfindsame Oktopusse in trostlose Becken unter intensiven Aquakulturbedingungen gepfercht und anschließend für den menschlichen Verzehr getötet. Oktopusse sind von Natur aus scheue Einzelgänger. Eine Haltung auf engem Raum hätte zu erheblichem Stress und Apathie und möglicherweise auch zu Kannibalismus geführt. Bis heute gibt es keine wissenschaftlich anerkannte Möglichkeit, die komplexen Bedürfnisse dieser Tiere in Gefangenschaft zu erfüllen.

Das druckfähige Motiv steht hier zum Download zur Verfügung.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
