Tierquäler gesucht: Einem Medienbericht zufolge haben Unbekannte am Sonntagmorgen sechs Katzen vor dem Tierheim Würzburg ausgesetzt. Ein Mitarbeiter habe demnach um kurz vor sieben Uhr das Knallen einer Autotür wahrgenommen und anschließend vor der Eingangstür drei Transportkörbe entdeckt. Darin befanden sich vier Jungtiere im Alter zwischen zwei bis acht Monaten sowie zwei circa zweijährige Vierbeiner. Es handle sich bei allen Tieren um Britisch-Kurzhaar-Katzen. Sie seien in einem schlechten Gesundheitszustand und leiden unter Katzenschnupfen und Augenentzündungen. Eine der erwachsenen Katzen war zudem schwanger. Sie hat in der Folgenacht drei Kinder geboren, von denen eines direkt nach der Geburt gestorben ist.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.
„Wir wollen aufklären, wer die Katzen einfach vor dem Tierheim zurückgelassen hat. Eine solche Tat bedeutet für die betroffenen Tiere nicht nur, von einem Moment auf den anderen sich selbst überlassen zu werden, sondern kann zudem schwere und körperliche und psychische Leiden verursachen “, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Die verantwortliche Person hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim direkt um Hilfe bitten müssen. Die Katzen einfach auszusetzen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
