Ein etwa zwei Meter langer und 90 Kilogramm schwerer Wels hat am Brombachsee in Mittelfranken im Bereich der Badeinsel mehrere Badegäste gebissen, was zu einer Sperrung der Badeinsel führte. Wegen des stattfindenden „Burning Beach“-Festivals und der hohen Besucherzahl sah die Polizei ein akutes Sicherheitsrisiko. Der Fisch wurde zunächst von einem Polizisten angeschossen und anschließend von Anglern getötet. Die Tierschutzorganisation PETA Deutschland e.V. wird nun Strafanzeige gegen die Beteiligten erstatten. PETA-Fachreferentin Jana Hoger kommentiert:
„Wir sind schockiert vom Vorgehen der zuständigen Polizei und der Angler, die ganz offenbar für den extrem schmerzhaften, langsamen und vor allem auch unnötigen und gesetzeswidrigen Tod des Welses verantwortlich sind. Der Wels wollte mit hoher Wahrscheinlichkeit sein Nest und somit auch seinen Nachwuchs verteidigen und hat ein absolut arttypisches Verhalten gezeigt. Ihn zu töten, damit die unzähligen Gäste weiterhin ungestört im See baden können stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Wir fordern eine lückenlose Aufklärung des Vorfalls und appellieren an Behörden und Einsatzkräfte, auch in Ausnahmesituationen tierschutzgerechte Lösungen zu finden. In diesem Fall wäre es die Aufstellung von Sicherheitskräften gewesen, damit Feiernde nachts nicht zur Badeinsel gelangen. Wildtiere sind keine Störenfriede, sondern Teil unseres wichtigen Ökosystems. Sie verdienen Respekt und Schutz – auch dann, wenn sie uns Menschen unerwartet begegnen. Unsere Strafanzeige soll dazu beitragen, dass die aus Tierschutzsicht eindeutige Unrechtmäßigkeit der Tat auch auf rechtlicher Ebene geprüft und bestraft wird.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Foto senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Daneben wird auch zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden: So empfinden viele Menschen Hunde und Katzen als Familienmitglieder und lehnen es ab, sie zu halten, auszubeuten und zu töten, wie Schweine, Rinder oder Hühner. Trotzdem betrifft Speziesismus auch sogenannte Haustiere: Sie werden zur menschlichen Unterhaltung benutzt, oftmals unter tierschutzwidrigen Bedingungen (qual-)gezüchtet und wie Ware verkauft. Auch für Tierversuche werden sie missbraucht.
