Drei Tigerbabys im Zoo Leipzig getötet: PETA kritisiert Zuchtprogramm scharf und kündigt Strafanzeige an

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Im Zoo Leipzig sind drei Tigerbabys kurz nach der Geburt getötet worden. Die Mutter Yushka habe sich nicht um ihren Nachwuchs gekümmert, erklärte der Zoo. Und weiter: Eine Handaufzucht sei aus Gründen einer artgerechten Wildtierhaltung nicht infrage gekommen. Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V., kommentiert:

„Die Zucht und Haltung von Tigern in Zoos ist hinsichtlich des Artenschutzes eine Sackgasse, weil die Tiere – egal ob Handaufzucht oder nicht – alle derart verhaltensgestört sind, dass eine Auswilderung nicht möglich ist. Dass ständig Tiger-, Löwen- oder Schimpansenmütter ihre eigenen Babys nicht annehmen, ist in der Häufung ein reines Zoo-Phänomen und auf die völlig desolaten Haltungsbedingungen zurückzuführen. Ein Leben in Zoo-Gefangenschaft ist kein lebenswertes Leben, denn es bietet den Wildtieren nichts, was natürlich und wichtig für sie ist. Um die Rechtmäßigkeit der Tötung der drei Tigerbabys prüfen zu lassen sowie um den Teufelskreislauf des Züchtens und Tötens zu unterbrechen, werden wir in den kommenden Tagen bei der Staatsanwaltschaft Leipzig Strafanzeige gegen die Verantwortlichen erstatten. Wir fordern einen sofortigen Stopp der sinnlosen Zuchtprogramme, denn Sibirische Tiger haben in Leipzig nichts zu suchen. Ihre Zurschaustellung, insbesondere von niedlichen Tierbabys, ist eine reine ‚Publikumsattraktion’ und verfolgt hauptsächlich wirtschaftliche Zwecke. Die vielen Millionen Euro, die Zoos jedes Jahr aus Steuergeldern erhalten, müssen künftig in echte Artenschutzprojekte fließen, mit denen die Tiere und ihre natürlichen Lebensräume geschützt werden.“

Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

PETA Mitarbeiter

Das Motiv senden wir auf Anfrage gerne zu.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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