PETA-Unterstützende nach Konfrontation mit TUI-Vorstand wegen Verkauf von Tickets in Meeresparks von TUI Palma Marathon ausgeschlossen

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Gestern sorgten PETA-Unterstützende an der Ziellinie des TUI Palma Marathons im Parc de la Mar auf Mallorca für Aufruhr, als sie TUI-CEO Sebastian Ebel, der selbst am Marathon teilnahm, zur Rede stellten. Nachdem sich die Tierschützer dem CEO mit Schildern mit der Aufschrift „TUI, Stoppt die Unterstützung des Missbrauchs von Orcas. Keine Tickets in Meeresparks!“ näherten, wurden sie von der Veranstaltung ausgeschlossen. Dies ist die jüngste Aktion von PETA, mit der die Organisation den Reiseanbieter – Hauptsponsor des Marathons – dazu bewegen will, seine Verbindungen zu Meeresparks zu kappen, in denen Orcas und andere Delfine unter dem Vorwand der Unterhaltung gefangen gehalten werden.

„TUI ist eine Schande, weil es Profit über das Leid, die Qualen und den vorzeitigen Tod von Meeressäugern stellt“, sagt Mimi Bekhechi, Vizepräsidentin von PETA Europa. „PETA fordert das Unternehmen auf, nicht länger aus dem Leid von Tieren Kapital zu schlagen und seinen skandalösen Ticketverkauf für Meereszoos sofort einzustellen.“

Orcas leiden in Gefangenschaft enorm
PETA weist darauf hin, dass Orcas in freier Wildbahn komplexe Beziehungen eingehen, bei der Nahrungssuche kooperieren und täglich bis zu 220 Kilometer im Ozean zurücklegen, während ihre Artgenossen in Meeresparks in unverträglichen Gruppen in beengten Becken untergebracht sind. Da sie jahrzehntelang in diesen Betongefängnissen gehalten und dressiert werden, um für Touristen Kunststücke vorzuführen, sterben viele weit vor Erreichen ihrer natürlichen Lebenserwartung.

Die meisten führenden Reiseunternehmen, darunter auch TUIs Konkurrent Jet2holidays, haben die Werbung für Delfingefängnisse bereits eingestellt. Die Unterstützung des berüchtigten SeaWorld in Orlando (Florida) sowie die Werbung für andere Meeresparks wie den Loro Parque auf Teneriffa (Spanien) durch TUI ist eine Blamage für die gesamte Reisebranche. Über 505.000 Menschen haben das Unternehmen ebenfalls aufgefordert, Meeresparks aus ihren Reiseangeboten zu streichen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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