Otterberg: Kängurus aus Farm entlaufen, ein Tier vermisst – PETA fordert deutschlandweites Haltungsverbot von Wildtieren

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Einer Polizeimeldung zufolge sind am Mittwochmorgen in der Verbandsgemeinde Otterbach-Otterberg mehrere Kängurus aus einer Farm entlaufen. Demnach hatte ein entwurzelter Baum eine Lücke im Zaun des Geheges verursacht. Bis auf ein Tier konnten alle gesichert werden. Das freilaufende Känguru sei zuletzt zwischen Otterbach und Morlautern gesichtet worden. PETA fordert angesichts des Tierausbruchs Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer auf, Handel und Haltung von Wildtieren deutschlandweit zu verbieten.

„Dieser Fall macht einmal mehr deutlich, dass wir dringend die Haltung von Wildtieren in Deutschland verbieten müssen. Obwohl sie niemals artgerecht in Gefangenschaft gehalten werden können, landen die ‚exotischen‘ Tiere in privaten Haushalten, auf Farmen und letztlich auch in der Natur“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA. „Zum Schutz von Mensch und Tier fordern wir daher ein generelles Haltungs- und Verkaufsverbot.“

Die Tierrechtsorganisation kritisiert, dass der Kauf von anspruchsvollen und teils gefährlichen Tieren unabhängig von dringend erforderlichem Fachwissen noch immer erlaubt ist. In der Folge brechen jedes Jahr Hunderte Wildtiere aus ihren Gehegen und Terrarien aus oder werden von überforderten Personen einfach ausgesetzt. Tierheime und Tierauffangstationen sind häufig überfüllt mit Wildtieren, die einen besonders großen Anspruch an ihren Lebensraum haben.

Das Ergebnis einer Studie, welche vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) 2020 vorgestellt wurde, bestätigt zudem, dass der Handel mit „exotischen“ Wildtieren zum weltweiten Artensterben beiträgt und dass besonders aus Gründen des Arten- und Naturschutzes dringend entsprechend gehandelt werden muss.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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