Wahre Helden für Tiere haben in Bremen einen verletzten Kormoran gerettet, nachdem dieser sich hilfesuchend zum Klinikum Links der Weser begeben hatte. Mit dem Schnabel klopfte der Wasservogel gegen die Zugangstür der Notaufnahme. Klinikmitarbeitende alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Im Schnabel des Wasservogels hatte sich ein dreifacher Angelhaken festgesetzt, wie die Feuerwehr Bremen berichtet. Durch den gemeinsamen Einsatz von Feuerwehr und Klinik konnte dieser entfernt, der Vogel medizinisch behandelt und in die Freiheit entlassen werden. Die Tierrechtsorganisation PETA dankt den Helferinnen und Helfern für ihr Engagement und verleiht ihre „Helden für Tiere“-Urkunde.
„Die Mitarbeiter der Feuerwehr Bremen und das Klinikum Links der Weser haben mit ihrem gemeinsamen Einsatz bewiesen, dass sie echte Helden auch für Tiere sind“, so Harald Ullmann, 2. Vorstand von PETA Deutschland. „Angelhaken können bei Tieren zu Infektionen, Ersticken oder Verhungern führen.“
Angeln schadet Fischen und anderen Wildtieren
Angeln bedeutet nicht nur für die gefangenen Fische eine Qual, sondern auch für andere Tiere. Angelhaken und -schnüre werden oftmals zurückgelassen. Sie stellen eine Gefahr für Wildtiere wie beispielsweise Vögel dar, die sich daran verletzen und sogar sterben können.
Hintergrundinformationen
Kormorane sind ein wichtiger Bestandteil der Natur. Heute stehen sie unter dem Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie [1] und des Bundesnaturschutzgesetzes [2]. Im Gegensatz zur Fischerei richten Kormorane weder Schäden an noch gefährden sie Arten. Rückgänge von Fischpopulationen haben viele Ursachen, darunter die Fischerei, natürliche Faktoren wie Klima, Veränderungen der Lebensräume und andere wirtschaftliche und ökologische Stressoren [3].

Die Urkunde stellen wir Ihnen auf Anfrage zur Verfügung.

Zu diesem und weiteren Motiven der gemeinsamen Rettungsaktion gelangen Sie über das Presseportal der Feuerwehr Bremen. / © Feuerwehr Bremen
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
