Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht haben Unbekannte mehrere Küken am Waldrand an der Kreisstraße R20 bei Pentling ausgesetzt. Ein Zeuge habe sie am Freitag in einer Schachtel mit tschechischer Aufschrift entdeckt. Insgesamt 19 der Tierbabys konnten lebend in Sicherheit gebracht werden und werden nun aufgepäppelt. In der Schachtel hätten sich auch tote Küken befunden. Wann und von wem die Tiere ausgesetzt wurden, ist bisher unklar. Die Polizeiinspektion Neutraubling bittet um Hinweise.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen, aufzuklären, wer die Küken einfach am Waldrand zurückgelassen und damit auch den Tod einiger Küken in Kauf genommen hat“, so Monic Moll, Fachreferentin bei PETA. „Der ehemalige Halter oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Tiere einfach in einer Schachtel auszusetzen, um sie loszuwerden, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden. Wir hoffen auf zielführende Hinweise aus der Bevölkerung, um die Hintergründe zu klären.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
