Neues Bewertungssystem berücksichtigt erstmals Stadionkapazität
Die neue Saison steht kurz bevor – doch auf den Stadiontellern ist der Sieger bereits gekürt. Zum 16. Mal hat PETA in ihrem Stadien-Ranking das vegane Speisenangebot in den Fußballstadien der Bundesliga und der 2. Liga bewertet – erstmals nach einem weiterentwickelten Bewertungssystem, das auch die Stadionkapazität berücksichtigt. An der Spitze bleibt dennoch alles beim Alten: Der FC Schalke 04 verteidigt mit der VELTINS-Arena den Titel als vegan-freundlichstes Stadion.
„Fußball verbindet Millionen Menschen und immer mehr Fans legen Wert auf ein vielfältiges pflanzliches Speisenangebot im Stadion – egal, welches Team sie unterstützen. Unser Ranking zeigt, welche Stadien diesen Erwartungen bereits gerecht werden und wo noch Nachholbedarf besteht“, so Tobias Schalyo, Corporate Engagement Manager bei PETA. „Ein gutes veganes Angebot gehört längst zu einer zeitgemäßen Stadiongastronomie. Jetzt sind die Vereine gefragt, pflanzliche Gerichte für alle Gäste zur Selbstverständlichkeit zu machen.“
Die Gewinner und Verlierer im Überblick
Auch nach Einführung des neuen Bewertungssystems bleibt die Spitzengruppe nahezu unverändert. Der FC Schalke 04 verteidigt mit der VELTINS-Arena den Titel als vegan-freundlichstes Stadion. RB Leipzig behauptet sich mit der Red Bull Arena erneut als Vize-Meister und der SIGNAL IDUNA PARK von Borussia Dortmund landet wieder auf Platz drei. Den größten Sprung in der Spitzengruppe macht der VfL Bochum, der sich mit dem Vonovia Ruhrstadion von Platz neun auf Rang vier verbessert. Es folgen der SC Freiburg und der FC Augsburg, die ihre starken Platzierungen im Vorjahr nahezu halten können, sowie der 1. FC Nürnberg auf Platz sieben. Nach mehrjähriger Pause kehrt der Deutsche Bank Park von Eintracht Frankfurt auf Rang acht ins Ranking zurück.
Das obere Mittelfeld bilden die Stadien von Hertha BSC Berlin, des 1. FSV Mainz 05, FC St. Pauli, VfB Stuttgart sowie des 1. FC Kaiserslautern. Dahinter folgen der 1. FC Heidenheim und SV Darmstadt 98. Das Volksparkstadion des Hamburger SV landet auf Platz 16 und fällt damit deutlich von Rang vier im Vorjahr zurück. SV Werder Bremen schafft mit dem Weserstadion den Sprung vom Rand des Tabellenkellers ins Mittelfeld. Dahinter folgen Arminia Bielefeld, die TSG Hoffenheim, Bayer 04 Leverkusen, FC Bayern München, der 1. FC Köln und Eintracht Braunschweig.
Von Rang 13 im letzten Ranking rutscht die Volkswagen Arena des VfL Wolfsburg auf den 24. Tabellenplatz ab. Die hinteren Plätze belegen die SG Dynamo Dresden, der 1. FC Union Berlin, die SV Elversberg, der SC Paderborn 07, Energie Cottbus und Borussia Mönchengladbach. Das Schlusslicht der Tabelle bildet die Heinz von Heiden Arena von Hannover 96. Gegen eine Teilnahme entschied sich SpVgg Greuther Fürth. Vom 1. FC Magdeburg, dem Karlsruher SC, dem VfL Osnabrück und Holstein Kiel erhielt PETA keine Rückmeldung.
Eine Übersicht aller veganen Speisen der teilnehmenden Vereine findet sich hier. Das pflanzliche Angebot speziell für den Gästebereich der Stadien ist hier zu finden.
Neues Bewertungssystem
Für das Stadien-Ranking 2026 hat PETA ihr Bewertungssystem weiterentwickelt. Dafür befragte die Tierrechtsorganisation die Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga zum veganen Angebot und erfasste in diesem Jahr zudem die Speisen im Gästebereich. Erstmals wurde auch die Stadionkapazität berücksichtigt. Die Platzierung basiert auf einem Ranking-Score, der sich aus zwei Faktoren zusammensetzt. Zu 70 Prozent floss die erreichte Gesamtpunktzahl des pflanzlichen Speisenangebots in die Bewertung ein. Die übrigen 30 Prozent ergeben sich aus der Anzahl der erreichten Punkte pro 10.000 Stadionplätze.
Die angebotenen Speisen wurden für die Bewertung zudem unterschiedlich gewichtet. Einfache Snacks wie Pommes frites oder Brezeln erhielten jeweils einen Punkt, höherwertige Gerichte wie vegane Burger, Hot Dogs oder Currywurst wurden mit jeweils drei Punkten bewertet. Chips, Eis, Popcorn oder Schokoriegel sowie Getränke wurden nicht berücksichtigt.


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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
