Die heißen Sommertage machen nicht nur Menschen zu schaffen. Auch viele Wildtiere wie Vögel, Igel, Bienen und Schmetterlinge leiden unter der Hitze. Trocknen Pfützen und andere Wasserstellen aus, finden sie oft kaum noch etwas zu trinken. Ob Garten oder Balkon – Kinder können helfen, die Tiere in ihrer Umgebung mit Wasser zu versorgen. Je nach Tierart gibt es dabei jedoch Dinge zu beachten. PETAKids-Expertin Mareike Homann erklärt, wie Familien verschiedene Trinkstellen für Wildtiere anlegen und ihnen so das heiße Wetter erleichtern.
„Schon mit einfachen Wasserschalen können Kinder Wildtieren an heißen Tagen helfen“, so Mareike Homann. „Vögel, Igel und Insekten haben dabei unterschiedliche Bedürfnisse. Wer die Trinkstellen passend gestaltet und täglich mit frischem Wasser versorgt, unterstützt die Tiere und lernt gleichzeitig, wie wichtig ein achtsamer Umgang mit der Natur ist.“
So können Kinder Wildtieren im Sommer helfen:
- Wasserschalen für Vögel aufstellen: Vögel freuen sich über eine flache Schale mit niedrigem Rand, die nicht ganz mit Wasser gefüllt ist. Ein Stein in der Mitte dient als sicherer Landeplatz. Die Tränke sollte etwas erhöht und möglichst im Schatten oder Halbschatten stehen. Mit etwas Abstand zu Hecken und Gebüschen können Katzen und andere Beutegreifer die Vögel nicht so leicht überraschen.
- Eine Trinkstelle für Igel einrichten: Igel benötigen eine flache Wasserschale mit niedrigem Wasserstand, die auf dem Boden steht. Sie sollte nicht direkt neben Hecken oder dichtem Gebüsch platziert werden, damit die Tiere beim Trinken ihre Umgebung gut im Blick behalten können.
- Auch an Bienen und andere Insekten denken: Für Bienen, Schmetterlinge und Käfer eignet sich eine flache Schale mit einigen Steinen, die aus dem Wasser herausragen. So können die kleinen Tiere sicher landen und trinken, ohne zu ertrinken. Diese Wasserstelle darf gerne an einem sonnigen Platz stehen.
- Jeden Tag frisches Wasser bereitstellen: Gerade bei Hitze bilden sich schnell Keime. Deshalb sollten Kinder die Wasserschalen täglich mit klarem Wasser und einer Bürste reinigen und anschließend frisch befüllen. Auf Spülmittel wird besser verzichtet.
- Wildtiere beobachten, aber nicht stören: Mit etwas Geduld lassen sich viele tierische Besucher entdecken. Besonders spannend ist es, in einem Naturtagebuch festzuhalten, welche Tiere die verschiedenen Wasserstellen besuchen. Dabei gilt: Wildtiere dürfen – außer im Notfall – niemals eingefangen oder angefasst werden.
Bonustipp für Erwachsene – Pools, Plantschbecken und Regentonnen sichern: Damit Insekten oder Kleintiere nicht im Wasser ertrinken, sollten Pools, Planschbecken und Regentonnen bei Nichtnutzung immer abgedeckt sein. Ist das nicht möglich, helfen Latten oder größere Stöcke als Ausstiegshilfe.
PETA wünscht allen Kindern und ihren Familien viel Freude beim Versorgen und Beobachten der tierischen Sommergäste!
PETAKids ist der Fachbereich für Kinder- und Jugendbildung der Tierrechtsorganisation PETA. Er vermittelt Wissen altersgerecht und faktenbasiert und ermutigt junge Menschen im Sinne des Beutelsbacher Konsenses dazu, den gesellschaftlichen Umgang mit anderen Lebewesen kritisch zu hinterfragen. PETAKids stärkt das Bewusstsein von Kindern und Jugendlichen für einen achtsamen und respektvollen Umgang mit allen Lebewesen. Das dazugehörige Bildungsportal bietet kostenlose Materialien wie Malvorlagen, Rätsel, Bastelanleitungen und Infos für Referate sowie Unterstützung für Eltern und Lehrkräfte durch kindgerechte Bildungsmaterialien und Workshops.
Mareike Homann ist Erlebnispädagogin und Expertin für tierethische Bildung bei PETAKids. Als begeisterte Tierfreundin bereitet sie spannende Themen kindgerecht auf und gibt kleinen und großen Tierfreunden regelmäßig Tipps zu tierischen Mitbewohnern, Wildtieren, tierfreundlicher Ernährung und zum Tierschutz.

PETAKids-Expertin Mareike Homann bereitet spannende Themen kindgerecht auf. / © PETA
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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
