Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht entdeckten Reisende am frühen Samstagmorgen drei ausgesetzte Katzenbabys unter einem Sitz im Regionalzug RB 27 auf der Fahrt von Offenburg nach Freiburg im Breisgau. Nachdem sich trotz mehrfacher Durchsagen niemand als Halter meldete, übernahm die Bundespolizei die Katzen am Freiburger Hauptbahnhof und übergab sie einem Tierheim. Es ist nicht auszuschließen, dass die Katzen Opfer eines illegalen oder unseriösen Tierhandels geworden sind.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder bei der Tierrechtsorganisation zu melden: telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail und auch anonym.
„Wir wollen helfen aufzuklären, wer die Katzen in dem Regionalzug zurückgelassen hat. Eine solche Tat bedeutet für die betroffenen Tiere nicht nur, von einem Moment auf den anderen sich selbst überlassen zu werden, sie kann schwere körperliche und psychische Leiden verursachen. Auch die Möglichkeit, dass die Katzen Opfer eines verantwortungslosen oder illegalen Tierhandels geworden sind, muss geprüft werden“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Wer Tiere einfach aussetzt oder mit ihnen illegal handelt, muss dafür zur Verantwortung gezogen werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistung unterlassen.
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
