Erhängter Kater in Wolfach gefunden – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Hinweise gesucht: Einer Polizeimeldung zufolge wurde am Samstagabend, dem 24. Oktober, ein Kater in der Talstraße in Wolfach-Kirnbach erhängt aufgefunden. Die Halterin gab gegenüber der Polizei an, dass das Tier am Freitagabend, dem 23. Oktober, aus dem Haus gegangen und nicht mehr zurückgekehrt sei. Nachdem sie vergeblich nach ihm gesucht habe, sei sie am frühen Samstagabend über den Fund ihres Katers benachrichtigt worden. Eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07832 97592-0 beim Polizeirevier Haslach oder unter 0781 21-2200 beim Polizeirevier Offenburg zu melden.

PETA setzt Belohnung aus

Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Ein Kater verlässt sein vertrautes Zuhause und wird am nächsten Tag erhängt aufgefunden. Der Gedanke daran, was er möglicherweise in seinen letzten Stunden durchmachen musste, ist erschütternd. Wir möchten dabei helfen, die Umstände seines Todes aufzuklären“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Tierquäler zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Aufklärung vorantreiben sowie Tierhalter für das Thema sensibilisieren und warnen.“

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes, und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.

Katzenschutzverordnungen verringern Tierleid

Die Tierrechtsorganisation setzt sich für eine bundesweite Registrierungs- und Kastrationspflicht für Katzen ein. Durch eine Registrierung der Tiere können Mensch und Katze schnell und auf einfachem Wege einander zugeordnet werden – auch in Notfällen. Zudem tragen Kastrationen dazu bei, die Population heimatloser Katzen auf Dauer zu reduzieren.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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