Augsburg / Stuttgart, 6. März 2020 – Ab kommendem Dienstag gastiert Circus Krone in Augsburg-Gersthofen. Noch immer missbraucht das Zirkusunternehmen sensible Tiere – darunter auch Löwen und Tiger – für unnatürliche Tricks in der Manege, während europaweit zunehmend Verbote für bestimmte Tierarten in Zirkusbetrieben verhängt werden. PETA kritisiert insbesondere die gewaltvolle Dressur mit Stock und Peitsche. Ein aktuelles Video einer „Trainingseinheit“ zeigt, wie auch Krone-Dompteur Martin Lacey die Großkatzen mit hartem Peitscheneinsatz einschüchtert und zum Gehorsam zwingt. Die Tierrechtsorganisation appelliert an alle Menschen, die Tierquälerei bei Circus Krone nicht mit dem Kauf einer Eintrittskarte zu unterstützen. Zudem fordert PETA die Zirkusdirektorin auf, den Peitscheneinsatz unverzüglich zu beenden und die Tierdressuren endlich einzustellen.
„Die Dressur von Wildtieren wie Löwen und Tigern basiert immer auf Unterdrückung und Gewalt – diese Form der Ausbeutung muss endlich der Vergangenheit angehören“, so Biologin Dr. Yvonne Würz, PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. „Circus Krone muss einsehen, dass die Zeiten, in denen fühlende Lebewesen versklavt werden, vorbei sind, und freiwillig auf eine moderne, tierfreie Darbietung umstellen.“
Gravierendes Tierleid bei Circus Krone
Videoaufnahmen und behördliche Dokumente bestätigen Jahr für Jahr gravierendes Tierleid bei Circus Krone. Videos auf PETA.de/CircusKrone zeigen nicht nur die Verhaltensstörungen der Elefanten, einiger Pferde und Löwen, sondern geben auch einen Einblick in den gewaltvollen Umgang mit vielen Tieren: Die Raubkatzen müssen Peitsche und Stock fürchten, wenn sie die eintönigen Tricks in der Manege verweigern. Veterinärbehörden, Staatsanwaltschaften und behördliche Gutachter stellten bei Circus Krone in den vergangenen Jahren wiederholt gravierende Missstände bei der Tierhaltung fest.
Immer wieder zeigt das Zirkusunternehmen, wie rücksichtslos die Tiere bis zum Äußersten ausgebeutet werden: Im März 2019 gab der Zirkus zwar die fünf Elefanten an einen spanischen Tierpark, doch die betagten Elefantendamen Bara und Burma wurden aus ihrem Ruhesitz zurückgeholt. Trotz körperlicher Gebrechen und psychischem Leid mussten sie beim Münchner Winterprogramm des Zirkus erneut belastende Auftritte in der Manege über sich ergehen lassen. Mit einer Onlinepetition fordert PETA die Zirkusdirektorin Jana-Mandana Lacey-Krone deshalb auf, den Elefantinnen in einer Auffangstation ein ruhiges Leben zu gönnen.
Zukunft ohne Tierdressuren
Andere Zirkusgrößen machen es vor: Circus Roncalli verabschiedete sich bereits in den 90ern von Wildtierdressuren und ist seit 2018 gänzlich tierfrei. In 26 europäischen Ländern, beispielsweise Belgien, Österreich und den Niederlanden, sind bereits bestimmte oder alle Tierarten im Zirkus verboten. Die Bundestierärztekammer, der Bundesrat und zwei Drittel der Deutschen fordern seit Jahren ein Verbot von Wildtieren im Zirkus. Auch die Agrarminister der Länder bekräftigten erst im April 2019 ihre Forderung an die Bundesregierung nach einer solchen Regelung.
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA fordert ein grundsätzliches Verbot von Tieren im Zirkus, denn die Unterbringung in kleinen Gehegen, die ständigen Transporte sowie die von Gewalt und Zwang geprägte Dressur führen zu Verhaltensstörungen, Krankheiten und oftmals zu einem frühen Tod.
Weitere Informationen:
PETA.de/CircusKrone
PETA.de/Circus-Krone-Trainer-Loewen-Tiger
PETA.de/KroneChronik
PETA.de/Tierverbot-Zirkus
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