Tierquäler gesucht: Laut einem Medienbericht wurden am Dienstag in den Salzachauen bei Laufen-Lepperding drei Hunde gefunden. Offenbar wurden die Tiere ausgesetzt. Eine Frau entdeckte beim Spazieren mit ihren eigenen Vierbeinern gegen 13:30 Uhr einen Hund, der abseits eines Wanderwegs an einen Baum angebunden war. In unmittelbarer Nähe stand zudem eine Transportbox, in der sich zwei Welpen befanden. Laut Polizei wirkten die Tiere eingeschüchtert, durchgefroren und hungrig. Die hinzugezogenen Beamten brachten die drei Hunde ins Tierheim Freilassing. Augenscheinlich handelt es sich um Border-Collie-Mischlingshunde. Hinweise zur Herkunft der Vierbeiner nimmt die Polizeiinspektion Laufen unter der Telefonnummer 08682-8988-0 entgegen.
PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur rechtskräftigen Verurteilung der tatverantwortlichen Person oder Personen führen. Wer etwas beobachtet oder anderweitig mitbekommen hat, wird gebeten, sich entweder bei der Polizei, oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.
„Wir möchten helfen aufzuklären, wer die drei Hunde einfach ausgesetzt und damit auch ihren Tod in Kauf genommen hat. Ohne die aufmerksame Finderin hätten die Tiere bei den aktuell niedrigen Temperaturen nicht lange überlebt“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Der oder die Halterin hätte genug Verantwortungsbewusstsein zeigen und stattdessen das Tierheim um Hilfe bitten müssen. Die Vierbeiner einfach sich selbst zu überlassen, ist tierschutzwidrig und muss bestraft werden.“
Die Tierrechtsorganisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren laut Paragraf 3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und ebenso den Straftatbestand der Tierquälerei nach Paragraf 17 des Gesetzes erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Das Tierschutzgesetz greift auch, wenn Halter die Tiere nicht artgerecht unterbringen und versorgen oder notwendige Hilfeleistungen unterlassen.
Adoptieren statt kaufen
Hunde beim Züchter zu kaufen, verschärft die Notsituation von heimatlosen Tieren. In deutschen Haushalten leben bereits über 10,5 Millionen Hunde [1]. Um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“ zu befriedigen, „produzieren“ Züchter jedoch weiterhin reichlich Nachwuchs – dabei werden jährlich allein in Deutschland insgesamt etwa 350.000 Tiere im Tierheim abgegeben oder einfach ausgesetzt. 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Tierfreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem hilfsbedürftigen Tier aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
