Erfolg: Dresdner Veterinäramt lässt nach PETA-Hinweis fehlerhaft angebrachte Vergrämungsnetze wieder entfernen

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Tödliche Vergrämungsmethode: Mitte Mai erreichte PETA eine Whistleblower-Meldung zur Loschwitzer Brücke in Dresden. Dort wurden Vergrämungsnetze fehlerhaft angebracht, sodass sich mehrere Tauben, ihre Küken und ihre Nester hinter dem Netz befanden. Einige Tiere waren bereits gestorben. Um den Tod weiterer Tiere zu verhindern, hat sich die Tierrechtsorganisation umgehend an das Veterinäramt der Stadt Dresden gewendet und an die Behörde appelliert, die Netze sofort entfernen zu lassen. Weiter hat PETA die Stadt gebeten, die Firma zu überprüfen, die für die mangelhafte Anbringung der Netze verantwortlich war. Dank der Meldung beim Veterinäramt wurden die Netze innerhalb weniger Tage entfernt.

„Uns erreichen leider fast täglich Meldungen zu grausamen Vergrämungsmaßnahmen, durch die sowohl Vögel als auch Wildtiere schwer verletzt oder getötet werden“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Zum Glück konnte hier dank aufmerksamer Tierfreunde und der schnellen Reaktion des Veterinäramts der Tod weiterer Tiere verhindert werden.“

Menschen sind für hohe Taubenpopulation in den Städten verantwortlich

In nahezu allen Städten leben sogenannte Stadttauben. Die Hauptgründe für die großen Populationen sind die Zucht der Tiere und Taubenwettflüge. Dabei werden die Vögel meist Hunderte Kilometer von ihrem Heimatschlag entfernt „aufgelassen“ und sollen schnellstmöglich zurückfinden. Um sie zu Höchstleistungen zu bringen, werden die Tiere von ihrem Partner oder ihrem Nachwuchs getrennt. Viele der Tauben dehydrieren, verhungern oder werden von Greifvögeln erbeutet. Andere landen in Städten und vergrößern die dort lebenden Populationen. Weitere Tauben werden ausgesetzt, weil sie unerwünschte „Zuchtmerkmale“ haben oder weil der Schlag nach einer Zucht aufgegeben wird. Hinzu kommen Tauben, die für Hochzeitstraditionen missbraucht werden. Dabei nehmen die Verantwortlichen billigend in Kauf, dass diese Vögel sterben. In Städten leiden sie Hunger, Durst und sind Tierquälerei schutzlos ausgeliefert.

Das Augsburger Modell unterstützt Tauben in Städten

Stadttauben stammen von verwilderten sogenannten Haus- und Brieftauben ab, die einst aus der Felsentaube gezüchtet wurden. Wie ihre Vorfahren, die in Felswänden leben, brauchen sie kleine, flache Flächen, auf denen sie ihre Nester bauen können. Diese finden sie an Häuserfassaden, in Parkhäusern und anderen städtischen Strukturen. Doch nahezu überall werden die Vögel durch Abwehrnetze und Metallspitzen vergrämt. Zudem finden sie in den Städten kaum gesunde Nahrung. Das Augsburger Modell ist die einzige nachhaltige und tierleidfreie Lösung, um Taubenpopulationen zu kontrollieren. Dabei werden betreute Taubenschläge errichtet, wo die Vögel artgerechte Nahrung erhalten und ihre Eier durch Attrappen ausgetauscht werden. Ebenso landet der Großteil des Kots der Tiere in den Taubenschlägen und nicht mehr auf den städtischen Straßen und Plätzen.

Eine tote Taube hinter eine Taubennetz.

Dieses und ein weiteres Motiv können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung verwendet werden.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen. Daneben wird auch zwischen verschiedenen Tierarten unterschieden: So werden beispielsweise Schweine, Rinder und Hühner gequält und getötet, Hunde und Katzen hingegen liebevoll umsorgt.

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