„Fischfest“ in Feld am See: PETA bietet 500 vegane Sushis oder Vischbrötchen bei Umstellung auf „Vischfest“ unter dem Motto „Fische schützen, statt essen“

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Für eine neue Tradition in Kärnten: Zum Abschluss der „Fischgenusswoche“ feiert die Gemeinde Feld am See am 18. Juli zum 22. Mal ein „kulinarisches Fischfest“. Zu diesem Anlass kontaktierte PETA am 6. Juli erneut das Tourismusbüro Feld am See und die Firma Kärnten Fisch und schlug vor, künftig auf ein neues, tierleidfreies Konzept zu setzen: Feiern die Gemeinde und ihre Gäste stattdessen ein tierfreundliches Fischfest, auf dem ausschließlich vegane Speisen und pflanzliche Fischfleischalternativen angeboten werden, unterstützt die Tierrechtsorganisation die Umstellung mit 500 veganen Sushis oder Vischbrötchen. Auf das Angebot im Vorjahr hatte PETA keine Antwort erhalten.

„Fische werden für eine kurze Mahlzeit getötet, dabei muss Fischgeschmack nicht von Tieren sein“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Wassertiere bei PETA. „Mit Vischbrötchen, Gemüsesushi, pflanzlichen Fischstäbchen, veganen Lachsfilets oder Visch & Chips können die Feiernden unzählige Tierleben retten. Gleichzeitig setzen sie damit ein starkes Zeichen des Mitgefühls für alle Lebewesen – egal, ob sie Beine oder Flossen, Haare oder Schuppen haben.“

Mehr als eine Billion Fische werden jedes Jahr getötet

Jedes Jahr werden über eine Billion Fische mit Netzen, Keschern und Angelhaken gefangen und getötet, damit Menschen die sensiblen Lebewesen essen können. Mehr als 500 Milliarden Fischen wird enormes Leid zugefügt, um aus ihnen Fischmehl und -öl für die Fütterung der 180 Milliarden Fische herzustellen, die weltweit in Aquakulturen leiden. [1] Hinzu kommen Tausende Meerestiere, die als unerwünschter „Beifang“ in den Netzen landen und oft tot wieder über Bord geworfen werden.

Fische sind sensibel, spüren Schmerz und sind hochintelligent

Fische sind neugierige, fühlende Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise, schließen Freundschaften, beschützen ihren Nachwuchs, und sie spüren Schmerzen. [2] Internationale Studien bestätigen dies; auch das Friedrich-Loeffler-Institut kam zu dem Schluss, dass Fische schmerzfähig sind und als sensible Lebewesen geschützt werden sollten. [3] Studien zeigen zudem, dass die Tiere über bemerkenswerte kognitive Fähigkeiten verfügen: Putzerfische können ihr Gesicht auf Fotos und im Spiegel wiedererkennen [4] und Seebrassen Tauchende an der Farbe ihrer Ausrüstung voneinander unterscheiden. [5] Forschende der Universität Bonn fanden heraus, dass Fische addieren und subtrahieren können. [6] Eine Studie von Februar 2026 zeigt außerdem, dass Putzerfische nicht nur ihr Spiegelbild erkennen, sondern auch mit diesem interagieren, indem sie ein Stück Nahrung benutzen. Dieses Verhalten gilt als „Kontingenzprüfung“ und deutet auf hohe kognitive Fähigkeiten hin. Es wurde auch bei Delfinen beobachtet. [7]

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] Fishcount.org.uk: Numbers of fish caught from the wild each year. Online verfügbar unter http://fishcount.org.uk/fish-count-estimates-2/numbers-of-fish-caught-from-the-wild-each-year (13.07.2026).
[2] Balcombe, J. (2016): Was Fische wissen. Wie sie lieben, spielen, planen: unsere Verwandten unter Wasser. / What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins.
[3] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.
[4] Kohda, M.; Bshary, R.; Kubo, N.; Awata, S.; Sowersby, W.; Kawasaka, K.; Kobayashi, T.; Sogawa, S. (2023): Cleaner fish recognize self in a mirror via self-face recognition like humans. Proc Natl Acad Sci USA. 2023 Feb 14;120(7). doi: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2208420120. (27.04.2026).
[5] Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie (2025): „Fische können Menschen unterscheiden.“ Max-Planck-Gesellschaft, 19 Feb. 2025. Online abrufbar unter: https://www.mpg.de/24172666/0211-ornr-fische-unterscheiden-taucher-987453-x. (27.04.2026).
[6] Schluessel, V.; Kreuter, N.; Gosemann, I. M.; Schmidt, E. (2022): Cichlids and stingrays can add and subtract ‚one‘ in the number space from one to five. Scientific Reports. Online abrufbar unter: https://doi.org/10.1038/s41598-022-07552-2. (27.04.2026).
[7] Sogawa, S.; Kobayashi, T.; Bshary, R.; Sowersby, W.; Awata, S.; Kubo, N.; Nakai, Y.; Kohda, M. (2025): Rapid self-recognition ability in the cleaner fish. Scientific Reports, 15(1). https://doi.org/10.1038/s41598-025-25837-0. (27.04.2026).

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