Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Mann soll bei Streit zwei Hunde durch Tritte getötet haben – PETA erstattet Strafanzeige und fordert Tierhaltungs- und Betreuungsverbot

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Medienberichten zufolge soll ein 41-Jähriger am Montag, dem 28. September, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge zwei Hunde durch Tritte getötet haben. Der Mann sei gegen 15:20 Uhr mit seinem Hund unterwegs gewesen, als er auf eine Frau mit ihren Hunden Bobby und Fritz getroffen sei. Zwischen den beiden Hundehaltern sei ein Streit entstanden, woraufhin der 41-Jährige die Frau und ihre Hunde angegriffen habe. Bobby habe er mit einem Tritt in den Bauch tödlich verletzt. Der Hund sei auf dem Weg zum Tierarzt gestorben. Fritz sei am Kopf verletzt worden und in der Nacht verstorben. Zudem soll die Frau Hämatome im Gesicht erlitten und kurzzeitig das Bewusstsein verloren haben. Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Körperverletzung und eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. PETA erstattete am 21. Oktober bei der Staatsanwaltschaft Dresden Strafanzeige gegen den 41-Jährigen und fordert ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot für den Mann.

„Ein Spaziergang endete für Bobby und Fritz tödlich. Die Vorstellung, dass die beiden Hunde offenbar durch gezielte Tritte so schwer verletzt wurden, ist kaum zu ertragen. Wer zu solcher Gewalt gegenüber Tieren fähig ist, darf keine Gelegenheit bekommen, weiteren Lebewesen Leid zuzufügen“, so Jana Hoger, Tierpsychologin und Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Wir fordern deshalb eine konsequente strafrechtliche Aufarbeitung sowie ein Tierhalte- und Betreuungsverbot für den Beschuldigten.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren

Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

Quellen

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

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