„Haustieranschuss ist eine gängige Praxis“, so PETA-Ermittler Stefan Bröckling. „Jedes Jahr erreichen uns unzählige Meldungen über den Abschuss von Hunden und Katzen durch Jäger. In den allermeisten Fällen handelt es sich dabei um tierische Familienangehörige.“
Jährlich werden schätzungsweise 400.000 Katzen und 65.000 Hunde von Jägern erschossen. Eine Katze gilt bereits dann als wildernd – und zum Abschuss freigegeben – wenn sie sich je nach Bundesland 200 bis 500 Meter vom nächsten Haus entfernt aufhält. Ob sie tatsächlich einem Wildtier nachjagt, spielt dabei keine Rolle. Auch werden häufig Hunde, die beim Spaziergang nicht angeleint waren, in unmittelbarer Nähe ihres Menschen erschossen.
Um den Ruf der Jäger aufzupolieren, wird in Bayern derzeit eine großangelegte Imagekampagne des Bayerischen Jagdverbandes e.V betrieben. Unter dem Slogan „Ich mag meinen Jäger“, soll mit an Bahnstationen angebrachten Postern vermittelt werden, dass die Jagd wichtig für Umwelt, Kultur, Gesellschaft und Tierschutz sei und drohender Überpopulation entgegenwirke. Doch die Wahrheit ist eine andere: Die Jagd dient allein dem Zweck, möglichst viele Tiere zu erlegen. Namhafte Biologen haben längst nachgewiesen, dass waldbewohnende Tierpopulationen hauptsächlich durch Umwelteinflüsse wie Witterung, Nahrungsverfügbarkeit oder Krankheiten reguliert werden.
Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Kampagne gegen die Jagd, darunter auch „Alles was zählt“-Star Jörg Rhode.
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