Das freiwillige PETA Streetteam Berlin appelliert am Samstag vor Tropical Islands in Krausnick an die Verantwortlichen, die dort eingesperrten Tiere an geeignete Auffangstationen zu übergeben und die Tierhaltung zu beenden. Anlass ist ein PETA-Video eines Papageis, der seinen Kopf aus einer Voliere herausstreckte und große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien auslöste. Wiederholt hatten sich Gäste des Indoor-Wasserparks Tropical Islands bei der Tierrechtsorganisation über die dortige Unterbringung verschiedener Tierarten beschwert.
Details zur Aktion:
Datum: Samstag, 20. Juni 2026
Uhrzeit: 13:30 bis 15:30 Uhr
Ort: Am Kreisverkehr, ca. 200 Meter entfernt von der Anmeldung des Tropical Islands, Tropical-Islands-Allee, 15910 Krausnick
Demoaufbau: Die Aktiven tragen verschiedene Tiermasken (Papagei, Schildkröte und Flamingo) sowie Sträflingskostüme, und zeigen Schilder.
Kontakt vor Ort: Jennifer Veit (Den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her.)
„Während Menschen am künstlichen Strand entspannen, verbringen Papageien und andere Tiere dort ihr Leben in Gefangenschaft – als dekorativer Teil einer Urlaubskulisse. Fühlende Lebewesen sind keine Palmendeko und kein Ferienprogramm“, so Streetteam-Leitung Jennifer Veit. „Urlaubsstimmung darf nicht auf dem Leid eingesperrter Tiere beruhen.“
PETA prüft derzeit eine anonyme Whistleblower-Meldung über eine möglicherweise Anfang Juni erfolgte Abgabe von Aras und Flamingos.
Seit Jahren Missstände in der Tierhaltung gemeldet
Bei der Tierrechtsorganisation gingen seit 2014 Meldungen zu Tropical Islands ein, die von der Haltung von Flamingos, Aras, Pfauen, Fasanen, Zebrafinken, Schildkröten, Schlangen, Fischen, Axolotl und Schmetterlingen in dem Erlebnisbad berichteten. Demnach wurden die Flamingos auf einer Indoor-Teichanlage präsentiert, Aras in einer Voliere und Fische in einem kleinen Becken neben Spielgeräten, Restaurants und Geschäften. Aufnahmen vom April 2026 zeigen, wie beispielsweise Axolotl in einem Aquarium in einem Souvenirshop neben Plüschtieren und anderen Waren zur Schau gestellt werden.
PETA setzt sich grundsätzlich dafür ein, dass Tiere nicht zu Unterhaltungszwecken oder als „lebendige Kulisse“ in Freizeiteinrichtungen eingesperrt werden. Ein artgemäßes Leben ist ihnen in Gefangenschaft nicht möglich. Ostafrikanische Rosaflamingos können beispielsweise auf dem Weg zwischen Brut- und Nahrungsgebieten binnen einer Nacht bis zu 640 Kilometer zurücklegen und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde erreichen.
Das PETA Streetteam Berlin ist ein Verbund freiwilliger Unterstützender, die sich für die Ziele der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. einsetzen.

Ein Papagei im Freizeitpark Tropical Islands / © PETA Deutschland e.V.

Aufnahmen vom April 2026 zeigen Axolotl, die in einem Aquarium in einem Souvenirshop neben Plüschtieren und anderen Waren zur Schau gestellt werden. / © PETA Deutschland e.V.
Diese Fotos und ein weiteres können hier heruntergeladen und für die Berichterstattung genutzt werden.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
