Termineinladung: Zum National Animal Rights Day fordert PETA mit Our Planet. Theirs Too.  juristische Folgen für millionenfache Tiertötungen und den Personenstatus sowie Grundrechte für Tiere

Aktive tragen das Tierschutzgesetz zu Grabe

Zum National Animal Rights Day (NARD) am Sonntag betrauert das freiwillige PETA Streetteam gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation Our Planet. Theirs Too. mit Särgen und Blumen die für den menschlichen Konsum getöteten Tiere und macht auf ihre fehlenden Rechte aufmerksam. PETA erneuert anlässlich des NARDs ihre Forderung nach einem Personenstatus und Grundrechten für Tiere und verweist auf Paragraf 17 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes. Es ist verboten und strafbar, ein Tier zu töten, es sei denn, es liegt ausnahmsweise ein vernünftiger Grund vor. Die millionenfache Tötung von Tieren zu Konsumzwecken stellt aus Sicht von PETA keinen vernünftigen Grund dar. Die Tierrechtsorganisation verlangt juristische Folgen für die systematischen, ungerechtfertigten Tiertötungen.

Details zur Aktion:

Datum: Sonntag, 7. Juni 2026
Uhrzeit: 13:00 bis 16:00 Uhr
Ort: Pusteblümle-Brunnen, Königstraße 5, 70173 Stuttgart
Demoaufbau: Mit Särgen und Blumen gedenken die Aktiven der verstorbenen Tiere und machen mit Schildern, Plakaten, Reden und einem Demozug auf ihre Rechte aufmerksam.
Kontakt vor Ort: Nico Wolf (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)

„An diesem besonderen Tag halten wir symbolisch für alle getöteten Tiere auf der Welt eine Gedenkfeier“, so Streetteam-Leitung Nico Wolf. „Wir verschaffen ihnen damit Gehör, um zu verhindern, dass weiterhin Milliarden Tiere jährlich für Essen, Kleidung und Medikamente getötet werden.“

Die Veranstaltungen zum National Animal Rights Day werden von einem Netzwerk von Tierrechtsaktivistinnen und -aktivisten in Dutzenden Ländern weltweit organisiert. Den jährlich stattfindenden Gedenktag hat die Tierrechtsorganisation Our Planet. Theirs Too. 2011 ins Leben gerufen.  

Personenstatus und Grundrechte für Tiere

Aktuell haben Tiere in Deutschland keine eigenen Rechte. Auch das Tierschutzgesetz stellt nicht in Frage, dass Tiere vom Menschen für dessen Interessen ausgenutzt und sogar getötet werden dürfen. Es werden lediglich willkürliche Mindestanforderungen vorgegeben, um das Leid der Tiere etwas zu reduzieren. Die Anerkennung von Tieren als Personen im Rechtssinne ist deshalb wichtig, weil das Gesetz nur Personen mit Rechten, insbesondere Grundrechten, ausstattet. Nach momentanem Stand werden nur Menschen als Personen, also als Träger schutzwürdiger Interessen, eingeordnet. Da Tiere ebenso wie Menschen fühlen und leiden und entsprechende Bedürfnisse haben, fordert PETA, dass ihre Interessen als ebenso schutzwürdig anerkannt werden wie die von Menschen.

Allen Arten gemeinsam ist das Bedürfnis nach Leben, körperlicher Unversehrtheit und Freiheit. Dies muss rechtlich gesichert werden. Wichtig ist auch, dass Tiere nicht bloß als Angehörige einer Art, sondern als Individuen anerkannt werden. Daher muss auch die freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit grundrechtlich geschützt werden.

Der „Vernünftige Grund“

Laut § 17 Nr. 1 Tierschutzgesetz ist die Tötung von Wirbeltieren eine Straftat – es sei denn, es gibt einen vernünftigen Grund dafür. Was als solcher gelten kann, muss jedoch von den Gerichten interpretiert werden. Der Zweck der menschlichen Ernährung kann PETAs Justiziaren zufolge keinen vernünftigen Grund darstellen. Hierfür spricht unter anderem die Tatsache, dass es in Deutschland problemlos möglich ist, sich ohne Fleisch gesund zu ernähren. Dennoch werden hierzulande jährlich rund 2,8 Milliarden Land- und Wassertiere für den menschlichen Konsum getötet.

Aktive tragen das Tierschutzgesetz zu Grabe

Diese sowie weitere Fotos von der Aktion stehen hier zum Download zur Verfügung.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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