Aktuelle Aufnahmen aus der ersten PETA-Asien-Recherche eines NATIVA-zertifizierten Wollbetriebsin Südafrika zeigen, wie grausam Schafe dort misshandelt werden. Zu sehen sind unter anderem Arbeiter, die verängstigte Schafe treten und an den Beinen zerren. Viele Tiere haben nach dem Scheren klaffende Wunden. Die gezeigte Farm verkauft ihre Wolle über einen Makler, über den auch die H&M-Gruppe mit „verantwortungsvoll” gewonnener Wolle beliefert wird.
„Jede PETA-Recherche von Wollbetrieben auf der ganzen Welt hat aufgedeckt, dass verängstigte Schafe routinemäßig geschlagen, getreten und in Stücke geschnitten werden, egal welches Label für humanen Umgang mit Tieren auf ihrer Wolle prangt“, so Jason Baker, Präsident von PETA Asien. „PETA fordert die H&M-Gruppe auf, keine Wollprodukte mehr zu verkaufen, und bittet Verbraucher, vegane Stoffe zu wählen, da dies der einzige Weg ist, um sicherzustellen, dass Tiere nicht für Kleidung gequält werden.“
In dem verstörenden Video ist zu sehen, wie Arbeiter Schafe gegen Kopf und Körper treten, ihnen mit Schermaschinen ins Gesicht schlagen und Lämmer an den Vorderbeinen über den Boden schleifen. Ein Arbeiter lässt sich mit dem Knie auf den Hals eines Tieres fallen und schlägt dessen Kopf auf den Boden. Andere scheren die Schafe schnell und unachtsam, schneiden ihnen dabei in die Haut und hinterlassen blutige Wunden. Der Ermittler dokumentierte ein totes Lamm auf der Farm und ein weiteres mit einer von Maden befallenen Wunde, die laut Aussage des Landwirts durch einen Schakalbiss verursacht worden war. Die Farm ist außerdem mit dem irreführend benannten „Responsible Wool Standard“ zertifiziert.
Schafe sind sehr soziale Tiere, die starke Bindungen untereinander eingehen. Sie werden depressiv, wenn sie von ihrer Herde isoliert werden, und kommunizieren ihre Gefühle wie Menschen durch Mimik. PETA-Organisationen haben inzwischen 17 Enthüllungsberichte über mehr als 150 Betriebe der Wollindustrie in sieben Ländern auf vier Kontinenten veröffentlicht. Aus diesen geht hervor, dass selbst auf angeblich „ethischen“ und „verantwortungsbewussten“ Farmen extreme Grausamkeit und Gewalt an der Tagesordnung sind.

Dieser und weitere Screenshots aus den verdeckt gedrehten Aufnahmen können hier heruntergeladen und für die redaktionelle Berichterstattung verwendet werden.
Das Videomaterial senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
