Nachdem mehrere Videos einer Frau öffentlich wurden, in welchen diese Pferde mit massiver Gewalt malträtiert, plant die Tierschutzorganisation PETA nun Strafanzeige zu erstatten. Auf den Aufnahmen, die vermutlich von einem Mann mit Hund gefilmt wurden, sieht man die Frau, wie sie mit unterschiedlichen scharfen Sporen die Bäuche der Pferde blutig tritt. Dazu tätigt sie Aussagen wie: „Ich hatte meinen Spaß und wieder rote Sporen.“ Die Videos versetzen derzeit im Internet zahlreiche Tierfreunde in Aufruhr. Völlig zurecht, denn diese Taten sind eindeutige Tierquälerei. PETA liegen erste Informationen zum Namen der Täterin vor. Diese werden derzeit geprüft. Die Tierschutzorganisation fordert ein umgehendes Tierhalte- und Betreuungsverbot und die Wegnahme der Pferde, die sich vermutlich in der Haltung der Frau befinden.
„Wir sehen in den Videos eine besonders grausame Form der Tierquälerei an Pferden, die keinerlei Möglichkeit haben, sich gegen die Gewalttaten der Frau zu wehren. Manchmal werden solche Videos veröffentlicht, um Reichweite und Klicks zu generieren“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Solche Taten hinterlassen bei den betroffenen Pferden nicht nur körperliche, sondern natürlich auch tiefe seelische Wunden. Die Person muss umgehend zur Rechenschaft gezogen werden. Ein Tierhalte- und Betreuungsverbot ist unumgänglich.“
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
