Schechen: Mehrere Igel durch Heckenschnittarbeiten getötet – PETA erstattet Strafanzeige

Verwundeter, lebloser Igel

PETA erreichte eine Whistleblower-Meldung zu mindestens sieben Igeln, die zwischen dem 6. und 11. Dezember 2025 bei Heckenschnittarbeiten in Schechen-Hochstätt getötet wurden. Die Aufnahmen zeigen mutmaßlich durch Schneidemaschinen verstümmelte Igelleichen. An einem Bahndamm wurden Büsche und Sträucher mit Maschinen komplett entfernt. Vermutlich wurden die sich dort im Winterschlaf befindlichen Tiere davon überrascht. Die Tierrechtsorganisation hat am 19. Januar 2026 Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein – Zweigstelle Rosenheim – wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet. Sowohl PETA als auch die meldende Person hatten zudem zeitnah die örtlichen Behörden informiert, darunter die Naturschutzbehörde im Landratsamt Rosenheim. Die Tierrechtsorganisation fordert von den örtlichen Behörden Aufklärung über die Verantwortlichkeit sowie konkrete Maßnahmen, um künftige Igeltötungen zu verhindern.

„Diese Tragödie hinterlässt uns sprachlos. Es muss den Verantwortlichen doch bewusst gewesen sein, dass das radikale Abholzen der Hecken Todesopfer fordern könnte. Und was haben sich die Arbeiter dabei gedacht, als die ersten toten Igel zum Vorschein kamen – haben sie einfach weitergemacht?“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA.

Die Schneidemaschinen verstümmelten und töteten mehrere Igel. / © PETA Deutschland e.V.

Dieses und zwei weitere Bilder können hier heruntergeladen werden.

Igel halten ab November bis März/April Winterschlaf. Ihre Nester bauen sie sich gerne unter dichtem Gestrüpp. PETA hat Tipps für einen igelfreundlichen Garten zusammengestellt. Auf ihrer Website informiert die Tierrechtsorganisation zudem über die Gefahren, die von Mährobotern und Motorsensen ausgehen, und darüber, was zu tun ist, wenn man im Herbst einen unterernährt wirkenden Igel findet.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.

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