Morgen findet eine Pressekonferenz mit Ministerpräsident Markus Söder im Münchner Tierpark Hellabrunn statt. Dabei soll ein „wegweisendes Neubauprojekt“ vorgestellt werden. PETA geht davon aus, dass es sich um eine Leihgabe von Riesenpandas aus China handeln wird. Dr. Yvonne Würz, Biologin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche, kommentiert:
„Was sich hier anbahnt, ist ein Zoo-Skandal mit Ansage: Nach Berlin will nun offenbar auch München mit dem ‚Panda-Effekt‘ Kasse machen. Markus Söder wirbt medienwirksam für teure Pandas in Hellabrunn, obwohl die Tiere in Zoos ein leidvolles Dasein fristen. Auch die Zucht in Gefangenschaft hat nichts mit echtem Artenschutz zu tun, sondern nur mit politischem Kalkül und Prestige. Jeder Euro, der in die Panda-Zoohaltung fließt, fehlt dort, wo er wirklich wirkt: beim Schutz von Lebensräumen und den freilebenden Wildtieren.“
Wir weisen darauf hin, dass das Statement auch in gekürzter Form verwendet werden kann.

Das Foto senden wir auf Anfrage gerne zu.
PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
