Mit dem Leben bezahlt: Ein gehäuteter Kuhkopf, gehalten von halbnackten Aktivisten – was PETA mit einer täuschend echt wirkenden Attrappe am Montag ab 10:15 Uhr vor Gusti Leder in Weimar inszeniert, ist die blutige Wahrheit hinter der Lederindustrie. Mit der Aktion verdeutlichen die Aktiven, dass es sich bei Lederprodukten immer um die abgezogene Haut leidensfähiger Lebewesen handelt. Die PETA-Unterstützenden klären darüber auf, wie Tiere für Leder gequält und getötet werden – und appellieren an die Passanten, ausschließlich vegane Alternativen zu kaufen.
Details zur Aktion:
Datum: Montag, 2. März 2026
Uhrzeit: 10:15 Uhr bis 10:45 Uhr
Ort: vor Gusti Leder, Wielandstraße 2, 99423 Weimar
Demoaufbau: Halbnackte Aktive halten eine „blutige“ Attrappe eines gehäuteten Kuhkopfes.
Kontakt vor Ort: Kathleen Cox (den telefonischen Kontakt stellen wir auf Anfrage gerne her)
„Jedes Produkt aus Leder ist die Haut eines Tieres, das für eine Industrie getötet wurde, die Profit über Mitgefühl stellt“, so Kathleen Cox, Mitarbeiterin im Aktionsteam von PETA. „Die Lederbranche ist kein ‚Abfallverwerter‘, sondern ein eigenständiger Industriezweig, der jährlich über 1,4 Milliarden Rinder, Ziegen und Schafe ausbeutet und rücksichtslos tötet. Moderne vegane Alternativen machen Leder längst überflüssig – wer heute noch daran festhält, entscheidet sich bewusst für Tierleid.“
Die vielfältigen Misshandlungen der Tiere bei der Lederherstellung
Eine Undercover-Recherche von PETA USA hat schwere Tierschutzverstöße in einem US-amerikanischen Schlachthaus enthüllt, das Wilson Sporting Goods beliefert – den Hersteller der offiziellen Spielbälle der National Football League (NFL). Die Aufnahmen zeigen ein verängstigtes Rind, das mitansehen muss, wie sein Artgenosse nach einem Schuss in den Kopf aufgehängt und der tote Körper anschließend neun Minuten lang gehäutet und zerstückelt wird. In großen Lederproduktionsländern wie Indien treiben Arbeiter Rinder, Büffel und andere Tiere oftmals auf kilometerlangen Märschen zu Schlachthöfen. Wenn sie vor Erschöpfung zusammenbrechen, werden ihnen Chilischoten in die Augen gerieben. Weitere Video-Enthüllungen von PETA zeigen, wie die Arbeiter in der brasilianischen Lederindustrie Kälbern mit heißen Brandeisen das Gesicht verbrennen und Rinder mit Elektroschocks malträtieren.
In Ländern wie Deutschland stehen noch immer zahlreiche Rinder in ihren eigenen Fäkalien in dunklen Ställen – zum Teil in der extrem einschränkenden Anbindehaltung. Zudem nehmen Lebendexporte von Rindern massiv zu. So werden immer mehr Tiere zu weit entfernten Schlachthöfen transportiert. Auf den teils wochenlangen Schiffstransporten leiden viele von ihnen Hunger und Durst, bis ihnen häufig ohne Betäubung die Kehle durchtrennt wird.
Tierisches Leder befeuert Klimakatastrophe und Artensterben
Etwa 36 Prozent des weltweiten Waldverlustes werden der Rinderzucht und -haltung zugerechnet, darunter zwei Drittel der gerodeten Flächen des Amazonasgebiets [1,2]. Wälder sind zur Bewältigung der Klimakatastrophe unverzichtbar, da sie riesige Mengen an Kohlenstoff und Wasser speichern. Insbesondere der Amazonas-Regenwald ist mit rund 10 Prozent aller bekannten Tier- und Pflanzenarten ein wichtiges Refugium der Artenvielfalt [3]. Die Produktion von Rindsleder ist bis zu 19 Mal so schädlich für die Umwelt wie pflanzliches Leder und verwendet bis zu 170 verschiedene Chemikalien, darunter Zyanid [4].
Große Auswahl an tierfreundlichen Alternativen
Neben Kunstleder gibt es zahlreiche Alternativen wie Apfel- oder Ananasleder, die nachhaltiger produziert werden können als die chemisch gegerbte Haut eines qualvoll getöteten Tieres. Die globale „PETA-Approved Vegan“-Zertifizierung kennzeichnet Handtaschen, Schuhe, Kleidung, Accessoires und Möbel, die aus veganen Materialien hergestellt wurden. Weltweit über 1000 Unternehmen verwenden bereits das vegane Logo und signalisieren damit ihre Entscheidung gegen Leder, Seide, Wolle, Fell und Federn.

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PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden. Der Mensch wird hierbei allen anderen Spezies gegenüber als überlegen angesehen.
